Kreis Germersheim
Rheinzabern: Sporthalle bald sechs Monate geschlossen
Die Sporthalle am Schulcampus der Integrierten Gesamtschule (IGS) Rheinzabern wird ab Sommer 2020 saniert. Mittlerweile hat die Verbandsgemeinde Jockgrim Zuschussanträge bei verschiedenen Stellen, wie der Schulaufsichtsbehörde, eingereicht, der Förderantrag geht nach derzeitigem Stand von Sanierungskosten von 4,9 Millionen Euro aus.
Seit 2013 gibt es in Rheinzabern quasi zwei Sporthallen in nächster Nähe. Damals hat die Ortsgemeinde ihr eigene, gemeindeeigene Sporthalle fertiggestellt. Fast direkt nebenan, auf dem Schulcampus der IGS, steht die Schulsporthalle. Diese stammt wie die frühere Römerbadschule aus den Jahren 1976/77. Die Nähe hatte unter anderem strategische Gründe, da nun bei größeren Turnieren mehrere Spielfelder genutzt werden konnten.
Doch die Römerbadschule ist inzwischen längst zu einer IGS geworden, die Schule hat neue Anbauten bekommen. Doch während die Schule inzwischen dem Landkreis übergeben wurde, ist für die Halle weiter die Verbandsgemeinde zuständig – auch, was die überfällige Sanierung angeht.
Inzwischen hat das Planungsbüro die Vorschläge aus der Verbandsgemeinderatssitzung vom 2. September in die Planentwürfe eingearbeitet. Deshalb war ein Mitarbeiter des Planungsbüros Dillig aus Simmern wieder nach Jockgrim gekommen, um dem Rat den neuesten Planungstand zu erläutern. Themen waren Lichtkuppeln in der Firstmitte des Dachs, die auch dem Entlüften der Halle dienen sollen, sowie das Entwässern des Daches über eine außenliegende Regenrinne.
Foyer wird aufgeteilt und bekommt Blick in die Halle
Aus Gründen des Brandschutzes wird das Foyer künftig in zwei Räume unterteilt, so dass der Treppenbereich im Notfall abgeschottet werden kann. Von vielen Ratsmitgliedern wurde der Vorschlag positiv aufgenommen, vom Foyer aus Richtung Hallenbereich Fenster einzubauen und dafür die Wand zu öffnen, um eine „Blickbeziehung zu den Spielfeldern“ zu bekommen.
Auch ein Behinderten-WC werde im Foyer eingebaut. Damit auch Besucher im Rollstuhl das Geschehen in der Halle beobachten können, soll vor den Umkleideräumen die Brüstung eingeschnitten und durch Glasscheiben ersetzt werden. Ein Mehrzweckraum ist im Moment gesperrt, weil er nur eine Tür hat. Er wurde davor von der IGS für das Fach „Darstellendes Spiel“ genutzt. Ob er in die Sanierung einbezogen wird und einen zweiten Ausgang direkt ins Freie erhalte, hängt nach Bürgermeister Wünstel davon ab, ob der Landkreis als Schulträger die Kosten für einen zweiten Fluchtweg übernimmt.
Ein eigener Sanitärbereich für jede Umkleide
Jeder Umkleideraum wird künftig einen eigenen, abgeschlossenen Sanitärbereich erhalten. Verbessert werden soll auch die Be- und Entlüftung der Halle, die künftig um eine Wärmerückgewinnung ergänzt wird. Die Maßnahmen habe das Planungsbüro mit Sportvereinen aus allen vier Ortsgemeinden abgesprochen, deren Mitglieder in der Halle Sport treiben. Dazu gehören Sportarten wie Handball, Basketball, Volleyball, Badminton, Leichtathletik oder Turnen.
Nach dem aktualisierten Terminplan werde die Ausschreibung der Arbeiten im Frühjahr 2020 erfolgen, ab Juli wird in zwei Bauabschnitten die Halle komplett saniert. Dazu muss das Gebäude voraussichtlich sechs Monate gänzlich gesperrt werden, eine kürzere Sperrzeit sei organisatorisch nicht sinnvoll.