Kreis Germersheim Retter brauchen Bäder zum Üben

Auch die Rettungstaucher des DLRG Wörth hängen von den Möglichkeiten ab, die die Politik ihnen schafft. Am Beckenrand Landrat Fr
Auch die Rettungstaucher des DLRG Wörth hängen von den Möglichkeiten ab, die die Politik ihnen schafft. Am Beckenrand Landrat Fritz Brechtel (CDU, links) und Bürgermeister Dennis Nitsche (SPD, rechts).

Bei etwa 14 Grad Außentemperatur und leichtem Regen feierte die Ortsgruppe des DLRG Wörth am Samstag ihr 25-jähriges Bestehen im Badepark Wörth. Die Mitglieder der DLRG hatten sich schon Wochen vorher getroffen, um den Gästen des Badeparks einen Spieleparcours anbieten zu können.

Zum Spieleparcours zählten Spiele im Wasser, wie die Hängebrücke, auf der die Besucher von einem Beckenrand zum anderen balancieren mussten, dabei aber meist ins Wasser fielen, und eine Form des Wasserballs, die dem Basketball an Land ähnelte. Auf der Wiese des Badeparks konnten sich die Besucher verschiedene Rettungsknoten zeigen lassen und Dosenwerfen spielen. Die Trainer der DLRG betreuten die einzelnen Stationen: Nathalie Bernhard, seit 15 Jahren Mitglied bei der DLRG und seit 6 Jahren Trainerin, sagte: „Ich mag das Vereinsleben und arbeite gerne mit den Kindern und Jugendlichen zusammen. Man bekommt viel zurück und ich freue mich, die Fortschritte der Kinder zu sehen.“ Hans Jürgen Peter, technischer Leiter der Ortsgruppe Wörth fügte hinzu: „Ich bin seit 1989 Mitglied bei der DLRG und jetzt schon seit über 20 Jahren Trainer. Es ist schön, zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln.“ Das Ziel der DLRG sei es, die Kinder und Jugendlichen durch das Training an den ehrenamtlichen Wachdienst am Baggersee in Jockgrim und im Badepark Wörth heranzuführen. Die Feier soll aufgrund des schlechten Wetter s nächstes Jahr wiederholt werden. Die Ortsgruppe Wörth präsentierte an diesem Tag auch die neue Tauchausrüstung, mit der die Taucher direkt mit der Einsatzleitung kommunizieren können. Für Gesprächsstoff sorgten vor allem die fehlenden Bäder, die die DLRG dringend benötigt, um das Trainingsangebot durchführen zu können. Man habe zwar mehr Möglichkeiten als die Ortsgruppe Kandel, befriedigend sei die Situation dennoch nicht. Während der Willkommensfeierlichkeiten appellierte Birgit Rühl aus Jockgrim an die anwesenden Politiker. Landrat Fritz Brechtel (CDU) versprach, er werde sich darum kümmern. Durch die Schließung des Moby Dick in Rülzheim sei ein großes Hallenband in der Region für die Schwimmausbildung der Kinder weggebrochen. Es fehle einfach an Kapazitäten, um mehr Kindern und Jugendlichen das Schwimmen beizubringen, Wettkampfschwimmer zu fördern und die Ausbildung zum Lebensretter anbieten zu können, so Rühl. In der Verantwortung sieht Rühl den Kreis Germersheim. Andreas Back aus Burrweiler, Vizepräsident der DLRG im Landesverband Rheinland Pfalz und Vorsitzender der Ortsgruppe Wörth fügte hinzu, dass man zusätzliche Kapazitäten erlangen könnte, wenn man die Sportart Schwimmen ins Sportfördergesetz des Landes Rheinland Pfalz aufnehmen würde. Dann wären die Kommunen in der Pflicht, Vereinen die Schwimmbäder kostenlos zur Verfügung zu stellen. Zudem müssten dann wahrscheinlich auch neue Bäder gebaut werden. Back weiter: „Auch uns fehlt es an Platz, um mehr Kindern und Jugendlichen ein Schwimmtraining anbieten zu können. Besonders die Wartelisten für das Kleinkinderschwimmen sind lang. Die Wartezeit beträgt hier etwa 1 Jahr. Viele Eltern verlieren dann die Geduld.“

x