Kreis Germersheim Reich gedeckter Tisch für Bienen, Hummeln und sonstige Insekten

Bienenweide des OGV Büchelberg.
Bienenweide des OGV Büchelberg.
3000 Quadratmeter blühendes Wiesengelände für Insekten aller Art.
3000 Quadratmeter blühendes Wiesengelände für Insekten aller Art.

Honig- und Wildbienen, Hummeln und anderes Kleingetier leisten durch Bestäubung einen unschätzbaren Beitrag für die Artenvielfalt. Insbesondere auch für die Obstbestäubung in den Büchelberger Streuobstwiesen. Da liegt es nahe, die Existenz dieser Insekten zu sichern und ihren Lebensraum zu optimieren.

Der Obst- und Gartenbauverein Büchelberg hat in Kooperation mit dem Bienenzuchtverein Kandel in der Feldgemarkung Büchelberg auf zirka 3000 Quadratmetern sogenannte Bienenweiden angelegt oder wieder frisch hergerichtet. Dafür wurde eine spezielle Saatmischung mit Leguminosen und Kräutern ausgesät: Sonnenblumen, Malven und Buchweizen, blaue Phacelia, Sommerraps und verschiedene Wickenarten gehören dazu. Ein buntes Gemisch aus rund 50 Pflanzenarten. Neu dazu gepflanzt wurde in diesem Jahr die durchwachsene Sylphie oder auch Becherpflanze genannt. Eine richtige Kräuterapotheke für alle Insekten und Kleinlebewesen. Die Aussaaten erfolgten zeitlich unterschiedlich, so dass ein langer Blühzeitraum abgedeckt werden kann. Nicht zuletzt soll mit diesen Kräuterpflanzen auch ein aromatischer und gesunder Honig gewonnen werden.

Nahrung auch nach der Heuernte

Zwischenzeitlich grünt und blüht es kräftig auf den einzelnen Teilflächen. Große Mengen an Honigbienen, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlingen und sonstiges Kleingetier geben sich derzeit den ganzen Tag über ein Stelldichein am gedeckten Tisch. „Gerade in den trachtarmen Sommerzeiten, wie dies jetzt nach der Heuernte der Fall ist, ist dies ein ganz wichtiger Beitrag für die Ernährung und Gesundhaltung dieser Lebewesen“, erläutert Alissa Schick, Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Kandel. Vorsitzender Edgar Albrecht und Geschäftsführer Eugen Niederer vom Obst- und Gartenbauverein haben die Flächen maschinell vorbereitet und eingesät. Gespannt blicken die Insektenfreunde darauf, wie sich der Anbau von etwa 15 Hektar Sonnenblumen auswirkt, die der Landwirt Zapf aus Kandel in der Büchelberger Ludwigshuld angelegt hat.