Kreis Germersheim Rast mit Blick auf Windräder

Eine Infotafel soll über den Windpark informieren, daneben soll eine Sitzgruppe Gelegenheit zur Rast geben.
Eine Infotafel soll über den Windpark informieren, daneben soll eine Sitzgruppe Gelegenheit zur Rast geben.

Beifall gab es am Donnerstag um zehn Minuten nach 19 Uhr, als Ratsmitglied Maik Memmer (SPD) den Saal betrat. Der Grund: Nun war der Gemeinderat beschlussfähig. Vor allem wegen Krankheit fehlten Ratsmitglieder. Dabei stand mit dem Termin der Kerwe ein Aufreger-Thema auf der Tagesordnung.

Zunächst ging es noch einmal um den Windpark: Nach intensiven Debatten während zwei Gemeinderatsitzungen im Juni und im August hat der Rat jetzt das Aufstellen einer Info-Tafel über den Windpark und eine dazugehörige Sitzgruppe an der Kreuzung Höhenweg/Lindenackerweg beschlossen. Dieser Infopunkt mit Aussicht wird von der Firma EnBW angelegt. Wenn es nach der Verbandsgemeindeverwaltung gegangen wäre, dann sollte die Zustimmung zu dieser Anlage versagt bleiben. Zweimal war dieser Bauantrag in Kandel abgelehnt worden, weil er die „natürliche Eigenart der Landschaft beeinträchtigt.“ Dazu meinte CDU-Fraktionsvorsitzender Helmut Thürwächter: „Wir genehmigen sechs Windräder, wo sich keiner vorstellen konnte, wie das einmal aussehen würde und da stellen wir uns so dappig mit einer Infotafel an“. Von der Kreisverwaltung sei signalisiert worden, die kleine Anlage zu genehmigen, ergänzte Martin Thürwächter. Weiter in der Tagesordnung ging es um die Frage, ob die Kerwe 2019 um eine Woche vorverlegt werden könnte. Hintergrund, so berichtete Bürgermeisterin Gerlinde Jetter-Wüst, sei, dass das ortsansässige Schausteller-Unternehmen Hertel einen Autoscooter verkauft habe. Auf der diesjährigen Kerwe habe es jedoch viel Kritik an den neuen Besitzern gegeben. Deshalb sollte dieses Fahrgeschäft nicht mehr eingeladen werden. Es hätte zur Folge, dass zum traditionellen Kerwe-Termin am zweiten Oktoberwochenende kein Autoscooter fahren würde. Die Alternative sei, die Kerwe um eine Woche vorzuverlegen, wo die Hertels ihren Autoscooter aufbauen. Für Brigitte Krienen ist klar: „Kerwe ohne Scooter geht gar nicht.“ Helmut Thürwächter (CDU) will „wenn wir die Kerwe verlegen, dann suchen wir uns selbst einen Termin aus“. Das fand auch Marc Ulm (SPD) richtig. Hans-Peter Huck (SPD) erinnerte, dass die Kerwe in Freckenfeld immer am zweiten Oktoberwochenende sei und diese Tradition nicht so einfach aufgegeben werden sollte. Der Gemeinderat erteilte nun Barbara Hertel, der Schwiegertochter des Schaustellers, das Wort. „Wir hatten betriebsbedingt den zweiten Autoscooter verkauft. Aber die neuen Besitzer haben nicht gut gearbeitet, wir schämen uns dafür“. Als Ausweichtermine für die Kerwe könne sie allenfalls die Monate März und April anbieten. Schon ab Juni bis in den November seien die Schausteller ausgebucht. Die Entscheidung über den Kerwe-Termin wurde in die nächste Gemeinderatssitzung verschoben. Unter Anfragen und Mitteilungen stellte Bürgermeisterin Jetter-Wüst den Stand der Kreditgenehmigung für den Turnhallenbau dar. Allein vier Monate habe der Antrag bei der Kommunalaufsicht gelegen. In den letzten Wochen habe Bürgermeister Volker Poß mehrmals bei der Kreisverwaltung nachgefragt, wie es mit der Freckenfelder Kreditvergabe stehe. Der Landrat habe die lange Wartezeit damit begründet, dass die Mitarbeiter wegen der Demos in Kandel sehr beansprucht seien.

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