Kreis Germersheim Polizei registriert wieder mehr Straftaten
Im nördlichen Landkreis wurden 4242 Straftaten gemeldet (+285) im südlichen Kreis 2998 (+167). Beide Polizeidienststellen weisen darauf hin, dass es sich hierbei nur um gemeldete und bekannt gewordene Straftaten handelt. Die Zahl der Taten an sich liegt höher, weil unter anderem Staatsschutzdelikte oder bei der Staatsanwaltschaft in Landau angezeigte Taten nicht in die Statistiken einfließen.
Die Aufklärungsquote ist bei beiden Dienststellen leicht rückläufig und liegt bei über 63 Prozent. Der Landesdurchschnitt liegt bei 64,5 Prozent und war ebenfalls rückläufig. Die Deliktgruppe Diebstähle mit 25,7 Prozent macht im Bereich der PI Germersheim den Großteil der Straftaten aus, im Bereich der PI Wörth sind es 24,1 Prozent. Auf Platz zwei der Straftaten landen im Norden sonstige Straftatbestände (24,1 Prozent) wie Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Beleidigung oder Widerstand gegen Polizistinnen und Polizisten. Diese sonstigen Taten sind im Süden sogar auf Platz eins aller Straftaten mit 26,8 Prozent.
Leider sind beide Statistiken nicht einheitlich, weil die Inspektionen jeweils eigene Schwerpunkte setzen. Interessant ist, dass Wörth im Vergleich zum Vorjahr mit rund 3,2 Millionen Euro fast die doppelte Schadenssumme aus den registrierten Straftaten erreicht. Dies dürfte aus Sicht der Wörther Polizisten aufgrund der Zunahme von Wohnungseinbrüchen, dem Diebstahl hochwertiger Fahrräder, aber auch der Brandstiftungen geschuldet sein. 2019 lag die Schadenssumme mit 3,5 Millionen Euro sogar noch etwas höher, wobei es die geringste Zahl an Straftaten der zurückliegenden fünf Jahre gab.
Insgesamt gab es fünf Straftaten gegen das Leben – also Mord, Totschlag und fahrlässige Tötung. Vier davon im nördlichen Landkreis und einer im südlichen Landkreis. In Germersheim wird der höchste Wert der vergangenen fünf Jahre verzeichnet. Zwei dieser Delikte gab es dort im Vorjahr, in Wörth keinen.