Kreis Germersheim Plan für Geschäftshaus im Zentrum umstritten

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Dass sich in der Oberen Hauptstraße 275 etwas tut, die WR Wohndesign GmbH aus Westheim das Grundstück, in dem sich früher „Geka“- und „Nah & Gut“-Markt befanden, umnutzen will, begrüßt der Ortsgemeinderat Lustadt grundsätzlich. Etlichen Ratsmitgliedern ist das geplante Gebäude aber zu hoch, zu mächtig.

Wie berichtet, war das Projekt, mit Raum für Geschäfte, Büros und barrierefreie Wohnungen geschaffen werden soll, schon öfter Sitzungsthema. Dabei hatten Mandatsträger immer wieder die Ausmaße des Gebäudes kritisiert. Laut Ortsbürgermeister Volker Hardardt (FWG) hat der Bauherr nun die Höhe reduziert und das Gebäude auch deutlich eingekürzt. Dorothea Wagner von der WR Wohndesign GmbH bestätigte das: „Vom Volumen her sind es 800 Quadratmeter weniger Wohnfläche.“ Ihren Angaben nach sind fünf Läden und rund 30 Wohnungen zwischen 60 und 80 Quadratmeter geplant. Hardardt dazu: „Ob alles so kommt und genehmigungsfähig ist, steht auf einem anderen Blatt. Mit einem Bebauungsplan haben wir alles in der Hand.“ Auch die Parkplatzsituation, die manche Anwohner für problematisch halten, werde so geregelt. Ein Abwasserproblem – bei starkem Regen stehe die Mozartstraße unter Wasser – ist laut Hardardt zweitrangig. Zunächst gehe es darum, ob sich der Rat ein solches Gebäude vorstellen könne. Kritik am Vorgehen übte Ernst Gamber (FWL). Er betonte, dass es sich „um ein zentrales Stück im Ort“ handele und es „auch um Optik“ gehe. Er monierte, dass Hardardt die von der Verbandsgemeinde (VG) erstellte „gute und eindeutige Vorlage“ zum Sachverhalt nicht erwähne. Die Empfehlung der Verwaltung: ein Stadtplanungsbüro zu beauftragen, das Probleme rechtssicher aufarbeite. Birgit Vollmer (CDU) pflichtete Gamber bei. Ihr Vorschlag: der Vorlage folgen und die Bürger mit ins Boot nehmen. Auch Carla Held (SPD) plädierte für den Vorschlag: „Es gibt viele Sachen, die wir gar nicht alle beachten können und auf dem Schirm haben.“ Thorsten Schafberg (CDU) gab zu bedenken, dass es nicht darum gehe, wie das Gebäude genau aussehe, sondern nur, ob sich die Gemeinde so etwas vorstellen könne. Von Jochen Butz (SPD) kam ein grundsätzliches Ja. Details müssten im Bebauungsplan festgelegt werden. Rudolf Sinn (FWG) sah im Projekt „eine große Chance für Lustadt“. Für den Vorschlag der Verwaltung, einen Grundsatzbeschluss zum Entwurf zu fassen und den Bauherrn zur Überarbeitung der Planung aufzufordern, stimmten sechs Ratsmitglieder. Bei einer Enthaltung votierten zwölf dagegen. Grund: Viele sind zwar für die Überarbeitung, wollten aber keinen Grundsatzbeschluss fassen.

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