Kreis Germersheim Pflegeberufe: 44 von 13.000, die gebraucht werden

«Wörth.» Sprichwörtlich wie ein Tropfen auf den heißen Stein mutet die Zahl von 44 Absolventen der Fachschule Altenpflege in Wörth an, wenn zeitgleich in Deutschland circa 13.000 Pflegestellen zu besetzen sind.
Dennoch dürfe man diese Zahl nicht kleinreden, sagten Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Thomas Gebhart (CDU), und Schulleiter Rainer Sprotte bei der Zeugnisübergabe. Denn dahinter stehe für jeden Absolventen eine anstrengende Ausbildung. Einige Absolventinnen hatten bereits eigene Kinder, sind teilweise alleinerziehend, so dass neben der Pflegeausbildung nochmals ganz besondere Anforderungen zu bewältigen waren. In seiner Rede betonte Gebhart, dass die Politik aktuell viele Hebel in Bewegung setze, um der steigenden Anzahl an hochbetagten Menschen eine menschenwürdige Pflege anbieten zu können. In einem humorvollen und gleichzeitig satirischen Sketch pointierten die Absolventen den bereits heute herrschenden Pflegenotstand: Einem Pfleger gelingt es, mittels Trillerpfeife und „trainierten“ Pflegebedürftigen, fünf Personen gleichzeitig zu pflegen. Dass weder dieses Szenario noch die Pflege durch humanoide Pflegeroboter das Ziel einer humanen Pflege sein könne, darauf verwies Studiendirektor Detlef Schmitz. Der Förderkreis vergab Preise für die besten Abschlussprüfungen an die Altenpflegehelferinnen Laura Roth und Cindy Bonhomme sowie an Steven Weska für sein besonderes Engagement.