Rülzheim
Pendler-Radroute: Mitfahrerparkplatz bietet Konfliktpotenzial
Pendler-Radrouten sind speziell ausgewiesene Fahrradwege, die Pendlern und auch anderen Radfahrern eine schnelle, sichere und komfortable Möglichkeit bieten, zwischen ihrem Wohnort und ihrem Arbeitsplatz zu fahren. Sie sind oft so geplant, dass sie direkte Verbindungen und minimale Hindernisse bieten. Im Mai 2020 wurde eine Machbarkeitsstudie zur Umsetzung eines Radschnellweges zwischen Schifferstadt und Wörth vorgelegt. Um die Umsetzung zu ermöglichen, wurde der in der Studie hinterlegte Maßnahmenkatalog in Abschnitte unterteilt.
Der Gemeinderat Rülzheim entschied sich Ende 2021 grundsätzlich zur Teilnahme an dem Projekt. Die Planungskosten beliefen sich für Rülzheim auf etwa 95.000 Euro, die Zustimmung erfolgte unter der Voraussetzung der Gewährung von Zuschüssen. Die Ortsgemeinde müsste dann nur einen geringen Anteil der Planungskosten, bestenfalls etwa 9500 Euro, maximal etwa 24.000 Euro aufbringen. Der Planungsprozess hat im Frühjahr 2024 begonnen, für den Abschnitt Rülzheim liegt nun ein Vorentwurf des Büros Schönhofen (Kaiserslautern) vor.
Ein wichtiger Punkt ist der Mitfahrerparkplatz am Stadion. Da dieser an Parkflächen für den ruhenden Verkehr grenzt, birgt dies Konfliktpotenzial. Das Büro prüft Möglichkeiten, wie beide Nutzungen in Einklang gebracht werden können. Weitere Konfliktpunkte sind die Querung an der Rheinzaberner Straße, wo derzeit schon einige „wilde Querungen“ stattfinden. Zudem ist die Rheinzaberner Straße eine Landesstraße, weshalb der LBM mitentscheiden müsste. Er hätte die Kosten zu tragen. Im Bereich der Bus-Haltestellen wird derzeit die barrierefreie Neugestaltung vorangetrieben. In der Neuen Landstraße soll das alternierende Parken bis zur Einmündung der Bismarckstraße grundsätzlich nicht verändert werden, allerdings wird eine Verlegung des Parkens auf eine Seite geprüft.
Eine Ausweisung der Bismarckstraße als Einbahn- und Fahrradstraße mit Einschränkungen des ruhenden Verkehrs wird wegen der Verkehrssituation der umliegenden Knotenpunkte als wenig akzeptabel angesehen. An der Kreuzung Bismarckstraße / Bachgasse / Mittlere Ortsstraße könnte die Vorfahrtssituation dahingehend geändert werden, dass die Achse Bismarckstraße - Bachgasse gegenüber der Mittleren Ortsstraße bevorrechtigt wäre. Wegen der Sichtverhältnisse wird dies als sinnvoll erachtet. Die Bachgasse könnte als Fahrradstraße ausgewiesen werden, Parken wäre künftig nur noch in Fahrtrichtung erlaubt.
Die Brücke über den Klingbach in der Bachgasse wird derzeit von der Bauverwaltung wegen einer Sanierung oder eines Ersatzneubaus überprüft. Die Führung der Radroute über diese Brücke wird dabei berücksichtigt. Im Rahmen der Sanierung des Kreisels „Reiter“ ist ein neuer Fahrbahnteiler beziehungsweise eine neue Querungsstelle geplant. Die Planung ist bereits seit 2018 in Abstimmung mit dem LBM und soll bei Sanierung der Fahrbahn mit errichtet werden.