Kreis Germersheim Pendler-Radroute kann geplant werden

Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, kann angenehm sein und steuerlich begünstigt werden.
Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, kann angenehm sein und steuerlich begünstigt werden.

Ende 2022 ist die Pendler-Radroute zwischen Schifferstadt und Wörth sowie zwischen Kandel und Wörth einen Schritt näher gekommen. Nachdem alle beteiligten Gemeinden die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet haben, kann es an die konkrete Maßnahmenplanung für den Bau gehen.

Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung erklären sich die beteiligten Kommunen und das Land Rheinland-Pfalz bereit, die Umsetzung der rund 60 Streckenkilometer in ihrem Zuständigkeitsbereich aktiv voranzubringen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises. Konkrete Schritte sind nun unter anderem die Entwurfsplanung, die Genehmigungsplanung sowie die verkehrsrechtliche Planung, also das Erstellen von Markierungs- und Beschilderungsplänen.

Die beteiligten Gemeinden im Landkreis werden die Planungsleistungen mit Unterstützung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) gemeinschaftlich ausschreiben und dann jeweils einzeln für ihr Gebiet vergeben. Die Vertragspartner der gesamten Strecke sind: Stadt Schifferstadt, Stadt Speyer, Römerberg, Lingenfeld, Stadt Germersheim, Bellheim, Rülzheim, Rheinzabern, Jockgrim, Verbandsgemeinde Jockgrim, Stadt Wörth, Stadt Kandel, Rhein-Pfalz-Kreis, Landkreis Germersheim, Ministerium für Wirtschaft und Verkehr sowie der LBM.

Der Landkreis wird sich, wie bereits vom Kreisausschuss festgelegt, mit 100.000 Euro an den Planungskosten für die Kreis-Gemeinden beteiligen. Diese werden auf zirka 367.000 Euro brutto geschätzt. Der Gesamtinvestitionsbedarf zur Umsetzung aller in der Studie vorgeschlagenen Maßnahmen, inklusive der 16 Lückenschlüsse und Ingenieurbauwerke für alle Trassen, beträgt nach Schätzungen zirka 13,7 Millionen Euro.

Die Pendlerradrouten sind an die Idee der Radschnellverbindungen angelehnt. Allerdings sollen in Rheinland-Pfalz die Besonderheiten in den eher ländlich geprägten und dünner besiedelten Regionen in besonderem Maße berücksichtigt werden, das heißt, in der Regel ist das Nutzerpotenzial und damit die Streckenauslastung nicht ganz so groß. Die Zielsetzung ist, überwiegend auf vorhandenen Straßen und Wegen und mit weniger umfangreichen Investitionen eine unkomplizierte und kostengünstige Umsetzung zu ermöglichen. Dennoch sollen auf den als Pendler-Radroute ausgewiesenen Strecken eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mindestens 20 Stundenkilometern und eine Mindestbreite von drei Metern für Abschnitte, auf denen Gegenverkehr möglich ist, gewährleistet sein.

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