Kreis Germersheim „Park+Ride-Platz am Schauffele-See ausweisen“

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Schon heute sind die Radwege über die Rheinbrücke ein Engpass. Während der Sanierung wird die Situation noch schlimmer werden, befürchtet das Aktionsbündnis 2. Rheinbrücke.

Weiter viele offene Fragen und wenig Rücksichtnahme auf die Pendler aus der Südpfalz – das ist die Bilanz des „Aktionsbündnisses 2. Rheinbrücke“ nach der Info-Veranstaltung des Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Sanierung der Rheinbrücke.

Den Zeitplan für die Sanierungen könne man sich gut merken, so das Aktionsbündnis: „Wenn in Karlsruhe das ,Das Fest’-Wochenende um ist, beginnen die Verkehrsbehinderungen, die verkehrsärmeren Schulferien in Rheinland-Pfalz hat man damit leider nahezu komplett ausgespart. Während der gesamten Weinfestsaison in der Pfalz kann der Verkehr durch reduzierte Fahrspuren fließen.“

Kritik: Maßnahmen kommen zu spät

Das Aktionsbündnis 2. Rheinbrücke kritisiere zum wiederholten Male, dass alle Maßnahmen viel zu spät kommen, so die Mitteilung: „Urlaubspläne sind gemacht, die Firmen haben Betriebsabläufe festgelegt, zusätzliche P+R-Parkplätze scheitern oftmals an Genehmigungen, denen wieder naturschutzfachliche Prüfungen vorausgehen müssen.“ Hier schlage das Bündnis vor, das „Schauffele-Gelände“ hinter dem Wörther Bahnhof vorübergehend (für 2018 und 2019) zu geschotterten Pendlerparkplätzen zu machen. Der Zugang zur Bahn sei über die Haltestelle „Alte Bahnmeisterei“ möglich. In Wörth blieben sonst nur noch die Parkflächen am Badepark, die über eine gute ÖPNV-Anbindung verfügen. Mehr Verkehr im Ort werde es als Schleichverkehr sowieso geben. Probleme erwartet das Aktionsbündnis auch, wenn über 14 Monate hinweg der Radfahrer- und Fußgängerverkehr in beide Richtung auf einem fahrbahnbegleitenden Rad-/Fußweg abgewickelt werden soll. Wege der Staus werden wahrscheinlich mehr Radfahrer als sonst unterwegs sein. Ihnen stehe auf knapp 600 Meter ein lediglich 4,40 Meter breiter Weg zur Verfügung. „Wird es dort Einschränkungen geben? Werden Fahrbahnmarkierungen angebracht? Müssen Radfahrer gar absteigen? Werden weiterhin Krafträder über 25 Stundenkilometer, also auch die durchaus beliebten Roller oder Pedelecs, auf dem Fuß- und Radweg geduldet?“, fragt das Aktionsbündnis.

Ablaufplanung wirft Fragen auf

Kritisch sieht das Aktionsbündnis Verfahren und Ablaufplanung. Laut Aussage bei der Bürgerinfo-Veranstaltung sei erstmals mit einer Betonierung unter Vollsperrung im Dezember zu rechnen. Der vorläufige Bauzeitenplan weist zwei aufeinanderfolgende Wochenenden im November (KW 46/47) dafür aus. In diesem Bauzeitenplan könne man nachlesen, dass sich der Zeitplan verschiebt, wenn die zuvor betonierte Probeplatte nach 28 Tagen Aushärten nicht den Anforderungen entspricht. Nicht in der Präsentation stehe, dass beim Pilotprojekt Beimerstetten erst die dritte Probeplatte abgenommen werden konnte. „Welchen Erkenntniswert eine Probeplatte, die Anfang Juli betoniert wurde und im Sommer aushärtet, für die ,echte’ Betonierung im November/Dezember liefert, bleibt unklar“, so das Aktionsbündnis.

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