Kreis Germersheim Ort soll wachsen

Die Grundschule bleibt ein Dauerthema: 2019 soll es mit der Sanierung weitergehen.
Die Grundschule bleibt ein Dauerthema: 2019 soll es mit der Sanierung weitergehen.

«KNITTELSHEIM.» „Wichtig für unseren Ort ist nach wie vor die Ortsumgehung“, betont Knittelsheims Ortsbürgermeister Ulrich Christmann (CDU). Seine vehemente Forderung aus den Vorjahren, dass die Umgehung Knittelsheim/Ottersheim zur innerörtlichen Verkehrsentlastung schnellstmöglich geplant und dann auch gebaut werden muss, hält er auch dieses Jahr aufrecht.

„Nach dem Baugebiet ist vor dem Baugebiet“, sagt Christmann – und meint damit, dass nach der Verwirklichung des Neubaugebiets „Am Friedhof“ die dafür einst zurückgestellte und von der FWG präferierte Wohnbaufläche „Im Niedersand“ nun in die Fortschreibung des Flächennutzungsplans aufgenommen und auch realisiert werden soll. Dabei geht es um eine Fläche von 1,5 Hektar. Offen ist aber noch, ob diese Größe genehmigt wird. „Der Ort muss moderat, angemessen wachsen“, sagt Christmann. Der Bedarf von „Leuten aus dem Ort“ müsse abgedeckt werden. Aber: Auch Zuzüge müssten möglich sein. Dauerthema bleibt die Generalsanierung der Grundschule Ottersheim, die auch Knittelsheimer Kinder besuchen: Nachdem der erste Bauabschnitt 2016 abgeschlossen wurde und 2017 ein Ruhejahr war, soll dieses Jahr der zweite Bauabschnitt geplant und voraussichtlich 2019 realisiert werden. Dabei soll die Schule um einen Mehrzweckraum erweitert und der bestehende Verbindungstrakt zwischen beiden Schulgebäuden saniert werden. Am katholischen Kindergarten soll der dritte Abschnitt der Fassadensanierung erfolgen: 2016 wurde die Südseite und der Keller, 2017 die Nordseite und ein Teil der Westseite saniert: Nun sind die Ostseite, der restliche Teil der Westseite und das Dach an der Reihe. Voraussichtliche Kosten: 70.000 Euro. Wie das Gelände des aufgegebenen Speditionsbetriebs Schliehe, das neben dem Gemeindehaus liegt, künftig genutzt werden kann, wird 2018 ebenfalls Thema sein. Ziel ist die Aufstellung des Bebauungsplans „Ortsmitte“. Weil noch die Unterschrift eines in Schweden lebenden Grundstückseigentümers fehlt, konnte laut Christmann die dritte Windkraftanlage noch nicht gebaut werden. Der Ortsbürgermeister hofft, dass dieses Jahr das „Baurecht hergestellt werden“ kann. Die rund 4000 Quadratmeter große Ausgleichsfläche für alle drei Anlagen im „Allmend“ soll mit „Gehölz- und Buschpflanzungen“ versehen werden. Apropos Grün: Im Rahmen des Projekts „Blühende Landschaften“ sollen dieses Jahr auch erste Flächen ökologisch aufgewertet werden. Wie berichtet, will die Gemeinde „Eh-da-Flächen“, also Gebiete, die weder landwirtschaftlich noch vom Naturschutz genutzt werden, dazu nutzen, um die Artenvielfalt zu fördern. Vom Projekt sollen besonders (Wild-)Bienen, aber auch Hummeln und Schmetterlinge profitieren.

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