Kreis Germersheim Oktoberfest in Wörth
Der 26-jährige Veranstalter Kevin Werling ist im Kreis Germersheim bekannt für seine Partys. Der Inhaber der Firma „beatspulsive“ gibt der RHEINPFALZ einen Einblick in die Planung des Wörther Oktoberfests. Das Fest fand 2017 zum ersten Mal statt, wegen der guten Rückmeldungen wird es jetzt wiederholt.
Die Idee für ein Oktoberfest in seinem Heimatort Wörth kam Werling bei einem Besuch des Münchner Oktoberfestes. „Ich war begeistert von der Stimmung in den Festzelten, schon nach dem zweiten Lied standen die Menschen auf den Bierbänken und feierten“, erzählt Werling. Seine erste Idee war es, ein echtes Festzelt nach Wörth zu bringen. Von diesem Gedanken kam er jedoch schnell ab. Um ein richtiges Festzelt zu füllen, sei das Einzugsgebiet zu klein. Denn das Zelt hätte an mehreren Wochenenden komplett ausgebucht sein müssen, um sich zu lohnen. Werling musste umdenken und entschied sich für die Wörther Bienwaldhalle. Bei der Anmeldung habe er auch Zuspruch von den verantwortlichen Beamten erhalten, so Werling.
Echte Atmosphäre
„Meine größte Sorge war es, echte Oktoberfeststimmung in einer Halle aufkommen zu lassen. Normalerweise finden Oktoberfeste ja in einem Festzelt statt“, sagt Werling. Es sei ihm von Anfang an klar gewesen, dass er den Gästen viel bieten muss, um echte Oktoberfest-Atmosphäre zu schaffen. So entschied er sich dafür, das Hallendach mit weiß-blauen Fahnen auszukleiden. „Die Installation des Fahnenmeers war mit hohem Personalaufwand und hohen Kosten verbunden, letzten Endes hat es sich jedoch absolut gelohnt.“ Die Bierbänke bezog Werling von einem Getränkehändler aus der Region. Mit der Auswahl des richtigen Biers beschäftigte sich Werling lange. „Mir war es wichtig, ein gutes, namhaftes Bier anzubieten,“ so Werling. Am Ende des Auswahlprozesses entschied er sich für Erdinger. Das Bier kam gut an und wird auch in diesem Jahr wieder ausgeschenkt. 2017 soll es eine Herausforderung gewesen sein, die Zapfhähne auf die hohen Besucherzahlen einzustellen, so Werling. „Das Oktoberfest in München verwendet eigens angefertigte extra große Schläuche, die gibt es jedoch für uns nicht zu kaufen.“ Für das Essen sorgt auch in diesem Jahr die Metzgerei Wenz aus Kandel. „Mir war es wichtig, dass echtes, bayrisches Essen angeboten wird und mir wurde schnell klar, dass ich die Qualität, die ich den Gästen bieten möchte, nicht alleine stemmen kann.“ Verkaufsschlager waren Weißwürste und Schweinehaxen.
„Radspitz“ macht Musik
Für die Musik sorgt in diesem Jahr „Radspitz“, bekannt vom Cannstatter Wasen und dem Oktoberfest in München. Werling erzählt: „Die Band habe ich in diesem Jahr sehr sorgfältig ausgewählt, da Mia Julia die Messlatte im letzten Jahr sehr hoch gelegt hat.“ Als er „Radspitz“ zum erstem Mal hörte, habe er mehrmals Gänsehaut bekommen – und sie passe zum Konzept eines Festes für Alt und Jung. Ohne Sponsoren hätte sich das Event wohl nicht selbst getragen, deshalb möchte Werling wieder Firmenkooperationen anbieten, bei denen die Firmen ihre Werbung präsentieren und Tische auf dem Wörther Oktoberfest bekommen. Firmen, die schon am Oktoberfest 2017 für ihr Unternehmen geworben haben, sollen ihre Tischbestellungen in diesem Jahr teilweise verdoppelt haben. „Besonders hat es mich gefreut, dass die Wörther das Fest so gut angenommen haben,“ sagt Werling. Er habe öfter zu hören bekommen, dass man es nicht vorgestellt hat, dass ein Oktoberfest in einer Halle so schön werden kann. „Vor zwei Wochen hat mich einer angerufen, weil er etwas zur Reservierung wissen wollte und mir erzählt, dass er zum ersten Wörther Oktoberfest gar nicht kommen wollte. Er sei nur gekommen, weil er die Karte geschenkt bekommen hätte. Dem jungen Mann hat es dann doch noch so gefallen, dass er in diesem Jahr sogar zwei Tische gebucht hat,“ erzählt Werling stolz. Info Das Wörther Oktoberfest findet am Samstag, 20. Oktober, in der Bienwaldhalle Wörth statt. Einlass ist um 19 Uhr. Karten gibt es auf www.oktoberfest-woerth.de.