Kreis Germersheim Nur Eigenes zahlen

Die Gemeinde Knittelsheim sieht sich in Sachen schnelles Internet sehr gut aufgestellt. Dennoch hat sich der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstag einstimmig dafür ausgesprochen, das Thema Breitbandausbau auf die Verbandsgemeinde zu übertragen, um sich so dem kreisweiten Infrastrukturprojekt zum Ausbau unterversorgter Gebiete anzuschließen.
Ziel des Projekts: Bis 2019 flächendeckend in allen Gemeinden eine Versorgung von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) für 95 Prozent der Anschlüsse und von 50 Megabit pro Sekunde für 85 Prozent der Anschlüsse zu erreichen. Mit einem Erkundungsverfahren soll zunächst festgestellt werden, welche Bereiche unterversorgt sind. Gemeinden, die anschließend einen Ausbau wünschen, können auf eine bis zu 90-prozentige Bezuschussung hoffen. Ortsbürgermeister Ulrich Christmann (CDU) betonte, dass die Firma Mobile Breitbandnetze (MBN) aus Freisbach in Knittelsheim jetzt schon 50 Megabit anbieten könne. Er sagte aber auch: „Nichtsdestotrotz sollten wir wie andere Gemeinden am Projekt teilnehmen.“ Isolde Vongerichten (WG ZiK) wies darauf hin, dass Knittelsheim schon in der Vergangenheit Geld in die Hand genommen habe, damit Bürger und Gewerbetreibende im kleinen Dorf nicht benachteiligt seien. Sie wollte es deshalb „schwarz auf weiß“ haben, dass sich Knittelsheim nicht an Kosten für Projekte in anderen Gemeinden beteiligen müsse. Dass die Verwaltung das klarstellen soll, wurde in den Beschluss mit aufgenommen. Christmann gab die Zahl der MBN-Kunden mit 88 an, sprach von „weiter steigender Tendenz“ und war sich sicher, dass die Hundertergrenze in diesem Jahr überschritten wird. (nti)