Kreis Germersheim Noch eins drauf
Die nächste Etage auf das Container-Gebäude der Integrierten Gesamtschule Wörth kommt im Sommer (wir berichteten). Der Kreisausschuss hat gestern beschlossen, die zwölf vorhandenen und sechs neue Container für rund 1,2 Millionen Euro zu kaufen. Bis 2021 sollen Schüler der IGS darin unterrichtet werden. Dann sollen sowohl Neubau der IGS als auch Sanierung des Altbaus fertig sein.
Der Kreisausschuss hält wie zuvor schon der Bauausschuss den Kauf für wirtschaftlicher als mieten. Hintergrund: Wenn die IGS 2012 fertig ist, wird es höchste Zeit, dass der nahegelegene Wörther Standort der Berufsbildenden Schule Germersheim-Wörth saniert wird. Dann werden die Schul-Container dort gebraucht. Hoffnung schwingt beim Beschluss mit, den Schulbusverkehr für die Förderschule Sprache in Rülzheim an die Bonner Firma Engler Transfer GmbH zu vergeben. Sie soll den Transport von Schülern aus den Landkreises Südliche Weinstraße, Germersheim, Bad Dürkheim, Landau und Neustadt übernehmen. Die Hoffnung, so Ausschussmitglied Karlheinz Henigin liege darin, dass die Firma, die deutschlandweit mit mehr als 1000 Kleinbussen aktiv sei, auch tatsächlich die 17 hier notwendigen deutschsprachigen Fahrer mit Ortskenntnissen stellen könne. Henigin, selbst Omnibusunternehmer, verweist auf die Probleme, die der Kreis mit der Stadtbahn hatte und hat, weil dort qualifizierte Fahrer fehlten. Das Personalproblem in der Branche sei groß, der CDU-Kommunalpolitiker. Die Schulbuskosten für die Rülzheimer Förderschule liegen für die nächsten vier Jahre bei rund 1,5 Millionen Euro. Zurzeit besuchen 134 Grundschüler aus den genannten Städten und Landkreisen die Schule. Für deren Transport werden 17 Kleinbusse gebraucht die zusammen pro Jahr rund 270.000 Kilometer mit Schülern an Bord zurücklegen. 80 Prozent dieser Kosten bezahlt das Land, die restlichen 20 Prozent teilen sich die beteiligten Gebietskörperschaften.