Kreis Germersheim Neupotzer Hortfund – Der Barbarenschatz

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Als Hortfund von Neupotz wird der größte römerzeitliche Metallfund Europas bezeichnet, der bei der Kiesförderung aus einem Altrheinarm bei Neupotz ans Tageslicht befördert wurde. Der Fund ist im Besitz der ehemaligen Eigentümer des Kieswerkes, Ludwig und Willi Kuhn. Diese überließen ihn als Dauerleihgabe dem Historischen Museum der Pfalz in Speyer. Der Fund, übrigens auch bei Wikipedia als Barbarenschatz bezeichnet, ist Einschätzungen von Archäologen zufolge ein im Jahr 260 verlorengegangenes Beutegut eines heimkehrenden alemannischen Plündererzuges. Die Germanen (Barbaren) wurden bei der Rheinüberquerung wahrscheinlich von römischen Patrouillenbooten gestellt. Der Barbarenschatz ging im Rhein, dem heutigen ausgebaggerten Altrheinarm, unter. Der Fund mit einem Gesamtgewicht von gut 700 Kilogramm besteht hauptsächlich aus Metallobjekten aus Silber (10 kg), Kupferlegierungen (203 kg) und Eisen (513 kg). Mit der Sonderausstellung „Der Barbarenschatz“ präsentierte das Historische Museum der Pfalz in einem internationalen Großprojekt ab 2006 erstmals den spektakulären Hortfund einer breiten Öffentlichkeit. Er wurde unter dem Namen „Der Barbarenschatz“ bisher in Speyer, Augsburg, Luxemburg, Bonn, Reinheim, Kalkriese, Mistelbach (Österreich) und Alicante (Spanien) gezeigt. (tom)

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