Wörth RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Stellwerk nimmt im Dezember Betrieb auf

Seit über zwei Wochen ist der Bahnübergang im Wohngebiet Staudenäcker in Maximiliansau gesperrt.
Seit über zwei Wochen ist der Bahnübergang im Wohngebiet Staudenäcker in Maximiliansau gesperrt.

Entlang der Bahnstrecke Wörth-Lauterbourg verlegen Bautrupps Leitungen . Auch Bahnübergänge sind seit Wochen gesperrt. Das wird noch eine Weile so bleiben.

Die Strecke Wörth-Lauterbourg ist Teil des Digitalisierungsprojekts Wörth-Germersheim-Speyer aus dem sogenannten Schnellläuferprogramm. Dafür stellt der Bund der Bahn für die Modernisierung ihrer Strecken 500 Millionen Euro zu Verfügung. Seit Frühjahr 2020 erneuert die Deutsche Bahn (DB) sukzessive ihre komplette Stellwerks- und Bahnübergangstechnik. Aktuell realisiere die DB die dritte und letzte Baustufe. „Das bisherige mechanische Stellwerk in Wörth wird dabei durch ein modernes elektronisches Stellwerk ersetzt“, informiert eine Bahnsprecherin.

Nach aktueller Planung soll das neue Stellwerk Wörth am 10. Dezember in Betrieb gehen. Zuvor müssen Signale, Weichen und Bahnübergänge modernisiert werden. Insgesamt wurden beziehungsweise werden auf der Strecke Wörth-Germersheim-Speyer 384 Kilometer Kabel verlegt, 182 Signale, 129 Zusatzanzeigern und 105 Weichenantriebe erneuert. Insgesamt 40 Bahnübergänge müssen technisch aufgerüstet beziehungsweise vollständig erneuert werden.

Elf Bahnübergänge werden bis Ende März erneuert

Seit gut zwei Wochen ist der Bahnübergang im Wohngebiet Staudenäcker im Ortsbezirk Maximiliansau gesperrt. Sehr zum Verdruss der vielen Radfahrer, die zwischen Wörth und Maximiliansau unterwegs sind. Im selben Zeitraum gesperrt ist auch der Bahnübergang an der Zufahrtsstraße nach Maximiliansau von Hagenbach kommend. Die Arbeiten an beiden Bahnübergängen hätten Ende vergangener Woche abgeschlossen sein sollen. Gründe für die Verzögerung nannte die Bahn auch auf Nachfrage nicht. Immerhin ist der Bahnübergang am Ortsausgang Richtung Hagenbach seit Dienstagmittag wieder einspurig befahrbar.

Gesperrte Bahnübergänge werden den Autofahrern in den kommenden Monaten einiges an Geduld abverlangen. Wie die Bahn mitteilt, werden nach der Inbetriebnahme des neuen Stellwerks im Bahnhof Wörth die 11 Bahnübergänge auf der Strecke Wörth-Lauterburg erneuert. „Abstimmungen über hierfür erforderliche Streckensperrungen laufen aktuell zwischen regionalem Baubetriebsmanagement, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Aufgabenträgern“, so eine Bahnsprecherin. Bis Ende März fahren keine Züge zwischen Wörth und Lauterbourg. Während der Streckensperrung werden ersatzweise Busse eingesetzt.

Der Bahnübergang am Ortsausgang Maximiliansau in Richtung Hagenbach ist wieder eimspurig befahrbar.
Der Bahnübergang am Ortsausgang Maximiliansau in Richtung Hagenbach ist wieder eimspurig befahrbar.
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