Freckenfeld RHEINPFALZ Plus Artikel Neuem Arzt „etwas anbieten“

Freckenfeld ist kein Einzelfall: Überall auf dem Land fehlen neue Hausärzte.
Freckenfeld ist kein Einzelfall: Überall auf dem Land fehlen neue Hausärzte.

Alles tun, damit sich wieder ein praktischer Arzt in Freckenfeld niederlässt: das hat man sich in Freckenfeld ganz fest vorgenommen. Zuallererst hatte Dr. Günther Hay versucht, einen Nachfolger zu finden, der seine Praxis übernimmt. Doch ein junger Mediziner, der schon in der Praxis mitarbeitete, sagte schließlich doch noch ab.

Ortsbürgermeister Martin Thürwächter streckte nach eigenem Bekunden bereits seine Fühler aus, und jetzt stellte auch noch in der jüngsten Sitzung die Fraktion der Freien Wählergruppe Freckenfeld einen entsprechenden Antrag an den Ortsgemeinderat. Auch ihr liegt die Sache sehr am Herzen, schreibt deren Vorsitzende Thea Weber. Die Gemeinde solle sich aktiv einbringen und Anzeigen in Fachblättern schalten. „Die verlässliche medizinische Grundversorgung unserer Ortsgemeinde stellt – gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel – ein wesentliches Kriterium als Teilaspekt der Nahversorgung dar, weshalb der Erhalt zwingend forciert werden sollte“, schreibt die Wählergruppe.

Ein solcher Antrag, so Thürwächter, sei eigentlich gar nicht notwendig gewesen, weil jedem die Sachlage bekannt sei. SPD-Fraktionssprecher Stefan Foos plädierte dafür, dass die Gemeinde einem Arzt, der sich für Freckenfeld interessiert, „etwas anbieten müsse“.

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Jutta Hay, Frau des Freckenfelder Allgemeinmediziners und für die CDU Mitglied im Ortsgemeinderat, blieb nur zu beteuern, „das man alles Mögliche versucht habe“. Aber junge Ärzte seien schwer aufs Land zu bekommen, hätten auch andere Vorstellungen von ihrer Arbeitszeit als noch vor Jahrzehnten.

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