Kreis Germersheim Neue Pläne für den Altort

Ein ewiges Provisorium: Fahrbahnteiler und Fußgängerüberweg am Bahnhof.
Ein ewiges Provisorium: Fahrbahnteiler und Fußgängerüberweg am Bahnhof.

Der Rahmenplan für den Wörther Altort ist fast fertig: Das von der Stadt Wörth beauftragte Planungsbüro Pröll-Miltner (Karlsruhe) hat als Ergebnis von zwei Bürgerbeteiligungen, einer Verkehrsuntersuchung und einer städtebaulichen Untersuchung Vorschlage erarbeitet, die am kommenden Montag, 8. Oktober, vorgestellt werden. Bürger können sich bei einer dritten Beteiligungsrunde im großen Saal des Bayerischen Hofs einbringen, bevor der Plan abschließend ausgearbeitet wird und der Stadtrat das Werk beschließt.

Im Auftrag der Stadt erstellte das Planungsbüro eine Verkehrsuntersuchung und eine städtebauliche Untersuchung, bei zwei Beteiligungsrunden – beim Weihnachtsmarkt 2016 und Ende 2017 – konnten sich die Bürger einbringen. Außerdem fand eine Versammlung mit den Anliegern des Heilbachs statt, der den Altort von Süd nach Nord durchfließt, um eine mögliche Verschönerung des Bachufers zu diskutieren. Ein Lenkungskreis aus Ortsvorsteher, Vertretern aller Ortsbeiratsfraktionen, Mitarbeitern der Stadtverwaltung und externen Experten begleitete die Planungen. Vorgestellt werden verschiedene Maßnahmen, so Bürgermeister Dennis Nitsche (SPD) auf RHEINPFALZ-Anfrage: Die alte Ortsmitte beim Alten Rathaus und entlang des Heilbachs solle aufgewertet werden, mit öffentlichen Räume und Begegnungsbereichen. In der Bahnhofstraße solle das Parken neu geordnet und der Autoverkehr verlangsamt werden. Nitsche kündigte auch einen neuen Vorschlag für die Umgestaltung des Ortseingangs beim Bahnhof an – die Umsetzung hänge allerdings von der Kooperation privater Grundstückseigentümer – darunter die Daimler AG - ab. Unter der Überschrift „Vision 2030“ entwickelte eine Arbeitsgruppe langfristigere Maßnahmen, so zum Radverkehr, zum generationengerechten Wohnen oder zur Nahversorgung. Der Rahmenplan, der nach dem Beteiligungstermin abschließend ausgearbeitet werde, soll zahlreiche Maßnahmen aufzeigen und die wesentlichen Gestaltungsmerkmale enthalten. Bindend ist er nicht – die Maßnahmen müssen extra beschlossen werden. Die Umsetzung der Maßnahmen sei „mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten“ vorgesehen, so Nitsche. Bauliche Maßnahmen brauchten mindestens ein Jahr Planungsvorlauf, und außerdem benötige die Stadt häufig private Grundstücke. Gerade bei der Gestaltung der Heilbachufer sei die Stadt darauf angewiesen, dass die Bürgerschaft mitziehe. Dagegen sei mit dem „Verkehrsexperiment“ Einbahnstraßenregelung in der Ottstraße nach einer Versammlung mit den Geschäftsleuten in der Ottstraße begonnen wurden, bevor der Rahmenplan fertig war, um schnell eine „sichtbare Änderung“ zu erreichen und in einem weiteren Schritt den Straßenraum umzugestalten und aufzuwerten. Die Einbahnstraße wurde zwischen Altem Rathaus und Herrenstraße im Juli 2017, auf der gesamten Länge der Ottstraße im Juli 2018 eingeführt. Termin Montag, 8. Oktober, 18 Uhr, Großer Saal des Bayerischen Hofs, Ottstraße.

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