Kreis Germersheim
Neuburg: Gerd Balzer wird neuer Ehrenbürger
Schwerpunkt der ersten Gemeinderatssitzung im Jahr 2020 war das für die Dorfentwicklung wichtige Bebauungsgebiet „Feldstraße“, dessen Feldlage freies Bauland bietet. Einstimmig beschloss der Rat, einen Bebauungsplan aufzustellen, der eine „behutsame Entwicklung“ gewährleisten soll.
Einstimmig beschloss der Rat, einen Bebauungsplan aufzustellen, der eine „behutsame Entwicklung“ gewährleisten soll. Zugleich wurde Bürgermeister Hermann Knauß (Wählergruppe) beauftragt, die Planungsaufträge zu vergeben. Da die Eigentümer der Grundstücke die private Erschließung verwarfen, gaben die Räte grünes Licht für das gesetzliche Umlegungsverfahren des Baugebiets.
Zusammen mit den Pfalzwerken und dem Storchenzentrum Bornheim wird ein zehn Meter hoher Storchenmast im Ort errichtet. Das Ratsgremium favorisiert ein Areal nahe der Lauterbrücke.
Die als „unendlich“ empfundene Neugestaltung der Pausenhalle am Bürgerhaus war erneut Gesprächsstoff. Von der Jagd nach vagen Zuschüssen und durch bürokratische Hindernisse genervt, denkt Bürgermeister Knauß inzwischen daran, das „planerische Trümmerfeld“ Pausenhalle durch eine kostengünstige „einfache Ausführung“ aus eigener gemeindlicher Kraft ein- für allemal zu beseitigen: „Eigentlich geht es seit vier Jahren nur um eine Mauer und ein Dach“. Ähnlich sieht es die SPD, zieht aber die Notbremse. Ihr Antrag fordert den sofortigen Stopp sämtlicher Planungen und Investitionen. Alternativ verlangt sie „schnellstmöglich“ eine „kleine Sanierung“ mit einer Holzkonstruktion und einer Abdeckung aus Trapezblech auf den Stahlstützen. Verwiesen wird auf den Entwurf der Verbandsgemeinde von 2013. Die Materialkosten beziffert der Antrag auf 30.000 Euro. Außerdem könne der lokale Bauhof die „Sanierung in Eigenleistung“ unterstützen – „soweit möglich“.
Unisono stimmte der Rat dafür, Gerd Balzer zum Ehrenbürger zu ernennen. Der 77-jährige frühere Gemeinderat (Wählergruppe), Beigeordnete und Turnvereinsvorsitzende war im örtlichen Gesellschafts- und Kulturleben jahrzehntelang ehrenamtlich wie unermüdlich tätig. „Uneitel“ und „mit überparteilichem Blick“, so die Antragstellerin Arnika Eck (SPD), habe er jüngeren Generationen bleibende „Projekte“ hinterlassen: Ortsrundweg, Museumsarbeit, Publikationen (Geschichte Neuburgs, Familienbuch), Vorträge und Ausstellungen seien seine Verdienste, die „Qualität und Leidenschaft“ spiegelten.
Der Festakt mit der Verleihung der Urkunde findet zu einen späteren Zeitpunkt statt.