Kreis Germersheim Nach Industrieansiedlungen freiwillig zur Stadt vereint

Über sich hinaus gewachsen: Rechts der alte Dorfkern von Wörth, links die Alte Bahnmeisterei und die neue Brücke.
Über sich hinaus gewachsen: Rechts der alte Dorfkern von Wörth, links die Alte Bahnmeisterei und die neue Brücke.

Zwei bedeutende Ereignisse hat die heutige Stadt Wörth vor 40 Jahren gefeiert: Die Verleihung der Stadtrechte am 14. Mai 1977, einen Tag später die Übergabe der Bienwaldhalle.

Als sich die seit der Verwaltungsreform 1972 eine Verbandsgemeinde bildenden Ortsgemeinden Wörth, Maximiliansau, Schaidt und Büchelberg am 10. Juni 1979, dem Tag der Kommunalwahlen, freiwillig zur „Einheitsgemeinde“ vereinten, wurden die Stadtrechte der neuen Gebietseinheit übertragen. Wörth hatte sich damals durch die Ansiedlung von Daimler-Benz und der Mobil-Oil-Raffinerie von einem ländlich geprägten Dorf zum wirtschaftlichen Mittelpunkt der Südpfalz entwickelt, den laut Ortschronik im Jahr 1972 der damalige Ministerpräsident Helmut Kohl als „Visitenkarte des Landes Rheinland-Pfalz“ bezeichnete. Wörths beispiellose Entwicklung lobte Staatsminister Kurt Böckmann bei der Stadterhebungsfeier in der Festhalle. In seiner Rede würdigte er die Verdienste von Bürgermeister Karl Josef Stöffler und Hafendirektor Dr. Hans Mohr, denen die Industrieansiedlung in Wörth zu verdanken sei. Die Bienwaldhalle, die am Tag danach ihrer Bestimmung übergeben wurde, wurde von 1974 bis 1977 nach den Plänen der als „Planungsgruppe 74“ zusammenarbeitenden Wörther Architekten Georg Fischer, Karl Hammel und Dieter Wagner für 4,5 Millionen Mark gebaut. Nach der vier Jahre zuvor eingeweihten Fest- und Konzerthalle bot die Mehrzweckhalle neue Möglichkeiten für große Feste, Ausstellungen und Sportveranstaltungen.

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