Kreis Germersheim Millionen für Schulbau

IGS Wörth, Sanierungsplan Altbau, Ansicht Süd
IGS Wörth, Sanierungsplan Altbau, Ansicht Süd

In Wörth wird die Sanierung des Altbaus der Integrierten Gesamtschule(IGS) in Angriff genommen. Wie mehrfach berichtet, wird der zusätzliche Platzbedarf nach Einführung einer Oberstufe – knapp 2000 Quadratmeter – im Neubau gedeckt. Wenn dieser Neubau fertig ist, wird der Altbau saniert. Kosten: Mindestens 11,3 Millionen Euro. Dem stimmte der Kreis-Bauausschuss gestern einstimmig zu. Die endgültige Entscheidung fällt im Kreistag am 18. September.

Der Altbau wird dabei nicht nur modernisiert, sondern auch umorganisiert. Der Haupteingang wird auf die Schulhofseite verlegt. Er liege damit gegenüber dem Eingang des Neubaus, dazwischen der Schulhof und die neue Mensa als „soziales Zentrum“, wie Planer Jürgen Schmitz vom Architekturbüro Sander-Hofrichter erläuterte Im Gebäude selbst werden die Räume so gegliedert, dass die vier Klassen einer Jahrgangsstufe auf einer Etage liegen. Zu jedem „Jahrgangscluster“ gehören ein Differenzierungsraum und ein Lehrerstützpzunkt. Die dritte Etage mit den neunten Klassen bekommt aus Brandschutzgründen eine zusätzliche Außentreppe, damit zwei Fluchtwege vorhanden sind. Jeweils an die Kopfenden des langgezogenen Mittelbaus („Schusterbau“) am Übergang zur Grundschule Dorschbergschule wird ebenfalls aus Brandschutzgründen eine Außentreppe angebaut. Mit vorgesehen sind auch energetische Sanierung mit neuen Fenstern und Fassadenverkleidung sowie Erneuerung der Flachdächer. Die neue Fenstereinteilung und die Farbgebung der Fassade sollen an den Neubau angepasst werden, „damit der Eindruck einer Schule entsteht“,, so Schmitz. Das gilt auch für den „Schusterbau“. Baulich unverändert bleibt nach dieser Planung der Pavillon im südlichen Schulhofteil Richtung Dorschbergschule. Die knapp 11,3 Millionen geschätzte Kosten für die Altbausanierung stammen aus dem Jahr 2016, mit einer deutlichen Kostensteigerung ist aber zu rechnen. Als Beispiel nennt die Kreisverwaltung explodierende Preise am Bau aufgrund hoher Nachfrage und guter Konjunktur. Demnach liegt die Kostensteigerung von 2017 auf 2018 bei durchschnittlich 4,1 Prozent. Deshalb lasse sich auch für die Kalenderjahre 2020 und 2021, in denen die Kosten für den Altbau anfallen werden, keine verlässliche Aussage dazu treffen. Beginn der Sanierung des Altbaus soll voraussichtlich im November nächsten Jahres sein. Bis dahin soll der Neubau fertig, betriebsbereit und bezogen sein. Für den Neubau sind Kosten von rund 8,3 Millionen Euro eingeplant (wir berichteten), der Baufortschritt liegt laut Schmitz im Zeitplan. Dazu kommen die Kosten für die Container, in denen zurzeit als Übergangslösung unterrichtet wird.

IGS Wörth, Sanierungsplan Altbau, Ansicht Ost.
IGS Wörth, Sanierungsplan Altbau, Ansicht Ost.
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