Kreis Germersheim Mensaköche haben einen neuen Chef

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Seit 1. Februar ist Adrian Koder der neue Verantwortliche für die gesamte Hochschulgastronomie des Studierendenwerks Vorderpfalz. Das heißt, er ist zuständig für 93 Mitarbeiter, vier Mensen und sechs Cafeterien, verteilt auf die Standorte Ludwigshafen, Landau, Worms und Germersheim. Beim Treffen mit der RHEINPFALZ in der Mensa in Germersheim sprach er über seine Arbeit.

Durch den hohen Anteil ausländischer Studierender kommen in Germersheim besonders viele verschiedene Esskulturen zusammen, und für jeden Geschmack soll etwas passendes geboten werden, meint Adrian Koder, Verpflegungsmanager des Studierendenwerks Vorderpfalz. Das Angebot komme in Germersheim offenbar gut an: 26 Prozent der Studierenden essen laut Zahlenerhebungen des Studierendenwerks regelmäßig in der Mensa. Das mag zunächst vielleicht nach einem geringen Wert klingen, ist aber der höchste unter den vier Standorten des Studierendenwerks Vorderpfalz, erklärt Koder. Damit die Essen den Gästen angeboten werden können, bedürfe es großen Planungsaufwands. Dafür ist der 32-Jährige zuständig. Die Planung laufe zentral ab, es gibt also an allen vier Standorten jeweils die gleichen Gerichte zu einem einheitlichen Preis. Zur Erstellung des Essensplans bespricht Koder sich mit den Köchen und Mensaleitungen, die er einmal wöchentlich besucht. Durch den Alltag in der Mensa wüssten diese am besten, was bei den Studis gut ankommt, sagt Koder. Denn das ändere sich mit der Zeit. „Studenten sind im Schnitt ein eher junges Publikum und nehmen Trends schneller auf, das spiegelt sich auch in den Essgewohnheiten wieder“, erklärt er. „Das heißt jetzt nicht, dass ein Schnitzel mit Pommes mittlerweile unbeliebt ist.“ – trotz des in den letzten Jahren aufgekommenen Trends zu vegetarischer Ernährung sei die reguläre Ausgabe, für die sich 75 Prozent der Mensa-Gäste entscheiden, immer noch am beliebtesten. Das Schlusslicht bilde die Salatbar, mit ungefähr 40 Gästen pro Tag. Für die Belieferung hat das Studierendenwerk feste Partner. Schlüsselbegriffe, die dabei beachtet werden, sind: Regionalität, Frische und Nachhaltigkeit. Es wird so viel unverarbeitet eingekauft, wie möglich. „Zum Beispiel werden die Schnitzel in der Mensa frisch paniert und auch den Kartoffelsalat machen die Köche selbst, statt ihn fertig im Eimer zu kaufen“, sagt Koder. Der Kartoffelsalat schmecke ihm persönlich besonders gut, erzählt er auf die Frage nach seinem Lieblingsessen in der Mensa. Er selbst esse regelmäßig in den Mensen, sagt er und zeigt die Mensacard, die in Ludwigshafen eingeführt wurde. In Germersheim gibt es die nicht, hier kauft man eine Mensamarke aus Papier am Automaten. Die gibt man dann an der Theke ab und erhält sein Essen. „Mittels der Marken wird dann ausgezählt wie viele Studis am jeweiligen Tag von welcher der Ausgaben gegessen haben. Das wird hier in Germersheim noch ganz altmodisch per Hand gemacht“, erläutert er und lacht. Neben dem regulären Angebot gehört auch die Planung von Aktionstagen und die Durchführung von Vorstellungsgesprächen zu Koders Aufgabengebiet. Und auch die Konkurrenz gilt es im Blick zu haben. Das macht er, indem er zum Beispiel bei einem Spaziergang durch Germersheim schaut, was die Studenten sonst noch für Möglichkeiten haben, in Uni-Nähe zu Mittag zu essen. Seinen Arbeitsalltag beschreibt Koder als abwechslungsreich. Der direkte Kontakt mit dem Personal vor Ort „ist einfach was ganz anderes, als so ein Telefonat“, sagt er. Ein weiterer Grund, warum dem Verantwortlichen für die Hochschulgastronomie seine Arbeit so gefällt: „Die jungen Leute halten uns auch selber jung.“

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