Kreis Germersheim Mehr Gleise bauen

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„Es kann doch nicht sein, dass durch eine einfache Entgleisung der Bahnbetrieb fast eine ganze Woche lang gestört ist“, schreibt Gerhard Stolz vom Fahrgastverband Pro Bahn mit Blick auf den Bahnunfall in Wörth in der vergangenen Woche. „Gibt es denn überhaupt keine Umfahrungen mehr?“

Der am Montag zwischen Bahnhof Wörth und der Rheinbrücke verunglückte Güterwagen verursachte tagelange Störungen im rheinquerenden Bahnverkehr. Daran erkenne man, dass im Zulauf zur Eisenbahnbrücke die Gleiskapazitäten zu knapp bemessen sind, so der Fahrgastverband. Pro Bahn fordert deshalb die DB-Netz AG auf, die in den vergangen Jahren aus Rationalisierungsgründen durchgeführten Gleisrückbauten wieder rückgängig zu machen. PRO BAHN hofft, dass sich alle Unternehmen, die die Rheinbrücke nutzen, also die AVG, der Zweckverband Schienennahverkehr Südpfalz und die DB Cargo für diese Kapazitätserweiterungen einsetzen. Nicht verstehen könne Pro Bahn, dass sofort nach der Entgleisung die Forderung nach einer zweiten Straßenbrücke wieder auf den Tisch kam. „Verkehrspolitische Logik steht da nicht dahinter, eher schon, dass man den Eisenbahnverkehr gar nicht mehr so richtig will.“ Eine weitere Konsequenz wäre eine 2. Rheinbrücke für die Bahn, meint Pro-Bahn-Landesvorstandsmitglied Ullrich Müller: „Zwischen Kehl und Straßburg gibt es mittlerweile je eine Brücke für die Eisenbahn, für die Straßenbahn, für den Kfz-Verkehr und eine für den Fußgängerverkehr. Über die Kehler Eisenbahnbrücke fahren werktäglich 30 Reisezugpaare, über die Wörther Rheinbrücke sind es werktäglich 40 Regionalbahnen und 55 Stadtbahnen, also rund dreimal so viele wie zwischen Straßburg und Kehl. Statt noch einer Straßenbrücke wäre eine umweltfreundliche Kapazitätsausweitung der Schieneninfrastruktur angesagt“, so Müller.

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