Kreis Germersheim
Mehr Busse besser an Bahnen im Kreis Germersheim anbinden
„Trotz aller öffentlichen und offiziellen Erklärungen über Umweltbewusstsein ist die Organisation des öffentlichen Busverkehrs eher nicht besonders bedarfsgerecht (vielleicht mit weitgehender Ausnahme des Schülerverkehrs) organisiert.“ Das schreibt Klaus Barschel aus Westheim. Und in der kalten Jahreszeit droht wieder der Umstieg aufs Auto, weil der Pendler dann nicht mehr mit dem Fahrrad zum Lingenfelder Bahnhof fährt.
„Wenn ich mal im Auto sitze, dann fahre ich auch weiter“, schreibt Barschel. Bis zum Arbeitsplatz in Mannheim. Sein konkreter Fall: „Ich nutze die geradezu ideal passenden S-Bahn-Verbindungen von Lingenfeld nach Mannheim.“ Das sind die Linien S4, S3 ab Lingenfeld Richtung Mannheim 7.28 beziehungsweise 7.52 Uhr. Es seien aber auch genug Schüler, die ebenfalls diese Verbindungen zu ihren Schulen in Richtung Speyer und weiter.
Die Bus-Linie 590 biete eigentlich eine gute Verbindung von Westheim nach Lingenfeld an: In 5 Minuten ist der Bus am Bahnhof Lingenfeld. Dumm sei nur, dass diese Verbindung gerade in einem mehrere Stunden dauernden Zeitfenster defacto nicht existiere. Stattdessen gebe es nur irgendwelche „Zickzackverbindungen“, die längere Fahrt- und noch in Lingenfeld Umsteigezeiten erforderten.
Es sei doch irgendwie widersinnig, dass die schnelle Verbindung von Westheim nach Lingenfeld ausgerechnet für diesen normalen (Berufsverkehr-) Zeitrahmen nicht angeboten werde. „Ich sehe jeden Morgen Schüler, die von ihren Eltern mit dem Pkw zum Bahnhof gebracht werden.“ Hier werde der Bedarf einfach ignoriert, sagt Klaus Barschel, und regt Abhilfe mit dem neuen Nahverkehrsplan an.
„Kurze, direkte Busanbindungen an die Bahnstrecke mit einem 20-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit sind vielleicht eine Lösung für den Schüler-ÖPNV“, schreibt Klaus Hölderich aus Rheinzabern. Mit einem ÖPNV-Angebot, das zeitnah zum Schulbeginn am Morgen liegt, fehle schon eine wesentliche Begründung für „Taxi-Mama“ und das daraus regelmäßig folgende Verkehrs- und Parkchaos vor den Schulen.
Hölderich fordert in einem Leserbrief an die RHEINPFALZ, die Nord-Süd-Bahnverbindung im Landkreis besser für den Berufs- und Schülerverkehr zu nutzen, indem man die Gemeinden abseits der Bahnlinie mit Bussen besser an diese anbindet. Diese Anbindungen wiederum seien Sache des Nahverkehrsplanes, de gerade für die nächsten Jahre neu erstellt werde.
Hölderich nennt ein Beispiel: Zum Fahrplanwechsel ab 16. Dezember werde eine Stadtbahn von Wörth kommend den Haltepunkt „Germersheim-Süd“ um 7.35 Uhr erreichen. Dies sei ideal für den Schulbeginn am Goethe Gymnasium (7.45). Aber auch die IGS in Rülzheim könne über diese „Schülerbahn“ ideal zur ersten Schulstunde von Süden erreicht werden. Schüler aus der Verbandsgemeinde Jockgrim könnten mit der Anbindung an diese Bahn eine halbe Stunde länger schlafen im Vergleich zur Fahrt mit dem Bus nach Germersheim.
Als Gegenstück von Norden nach Süden böte sich laut Hölderich die Verlängerung der S-Bahn ab Germersheim 7.12 Uhr an. Natürlich mit den jeweiligen Zubringerbussen aus den Umlandgemeinden. Die Bahnlinie Germersheim-Wörth biete jedenfalls eine hervorragende Ausgangslage tom