KANDEL RHEINPFALZ Plus Artikel Masken für Lebenshilfe und junge Leute

Die Spende wird auch für die Anschaffung einer Rollstuhlschaukel genutzt.
Die Spende wird auch für die Anschaffung einer Rollstuhlschaukel genutzt.

Das soziale Nähprojekt der Stoffhalle Kissenzauber hat die Erwartungen der beiden Initiatorinnen weit übertroffen. Die Masken-Versorgung steht, jetzt wird überschüssiges Geld gespendet.

Zu Beginn der Einschränkungen des öffentlichen Lebens und mit Einführung der Maskenpflicht, wurde es für öffentliche Einrichtungen, Pflegepersonal und Krankenhäuser immer schwieriger, an den heiß begehrten Mund-Nasenschutz zu gelangen. Kyra und Anja Hohndorf schufen mit ihrem sozialen Projekt ein Netzwerk aus Freiwilligen und Spendern, sodass in kurzer Zeit vielen Einrichtungen mit selbstgenähten Masken geholfen werden konnte.

Nun geht das Projekt in die zweite Runde. Da die Geldspenden die Materialkosten schon sehr schnell überstiegen, waren sich die Initiatorinnen schon früh einig: Das überschüssige Geld soll weitergespendet werden. Nur die Wahl fiel zunächst schwer. „Es war uns wichtig, im Umkreis zu bleiben“, betont Kyra Hohndorf, „Kandel etwas zurückzugeben.“

Die Spende von jeweils 3500 Euro ging vergangenen Mittwoch an die beiden Kandeler Einrichtungen „Lebenshilfe Kandel“ und „Jugendzentrum Kandel“. Beide Organisationen haben auch bereits Projekte, denen der Erlös zugutekommen soll.

So hatte beispielsweise die Lebenshilfe erst kurz zuvor einen Spendenaufruf gestartet, der eine große Rollstuhlschaukel finanzieren soll, zu der sowohl die Bewohner des Wohnhauses als auch die Besucher der Tagesförderstätte Zugang bekommen sollen. „So eine Schaukel ist gut für das Wohlbefinden und hilft den Leuten auch Verhaltensauffälligkeiten abzubauen.“, erklärt der Gesamtleiter der Lebenshilfe im Kreis Germersheim, Lars Reinert und kündigt einen Infoabend für alle Spender an. „Mit einer solchen Summe haben wir nicht gerechnet“, freut sich Janine Post, Pädagogin der Tagesförderstätte Kandel und Bürgermeister Michael Niedermeier erhöht die Spende um zusätzliche 1000 Euro.

Das Jugendzentrum Kandel leidet laut Tanja Meyer-Kietz, stellvertretende Leiterin des JuZe, unter einer maroden Einrichtung und fehlenden Fördergeldern, daher wird die Spende der schrittweisen Instandsetzung des Jugendzentrums zugutekommen.

„Ich bin völlig überwältigt“, sagt Reinert und die Anwesenden nicken in Zustimmung. Auch die beiden Initiatorinnen hatten nicht mit einer solchen Summe gerechnet. „Am Anfang hatten wir Angst, dass wir auf den Materialkosten sitzenbleiben würden“, lacht Anja Hohndorf.

Mehr zum Thema
x