Kreis Germersheim Müll im Wald ärgert Hugo und die Kinder

„Was gehört in die braune Tonne?“, will Puppenspieler Tobias Knab von den Kindern wissen. Und die wissen die richtige Antwort: E
»Was gehört in die braune Tonne?«, will Puppenspieler Tobias Knab von den Kindern wissen. Und die wissen die richtige Antwort: Essensreste wie zum Beispiel eine Bananenschale.

Hugo, Wuschel, Hoppel und Sonja heißen die vier tierischen Hauptdarsteller des umweltpädagogischen Puppentheaters von Andreas Knab aus Pfinztal. Auf Einladung des Fachbereichs Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung Germersheim kamen am Mittwoch 244 Kindergartenkinder aus dem Landkreis ins katholische Pfarrheim nach Sondernheim, 286 ins katholische Pfarrheim nach Wörth, um die vier lustigen Freunde auf der Bühne zu erleben.

Puppenspieler Tobias Knab sorgt bei den sechs interaktiven Theatervorstellungen zu „Sonjas neue Wohnung“ für viel Spaß und gute Laune unter den Vorschulkindern. In der Rolle des Raben Hugo fasst Knab auf lustige Art und Weise zusammen, welcher Müll in welche Tonne gehört. Hierbei wird er lautstark unterstützt von allen Kindern, die immer die richtigen Antworten auf seine Fragen wissen. Selbst „Recycling“ ist für die Kinder längst kein Fremdwort mehr. „Aus Altem kann man wieder Neues machen, aber nur, wenn man richtig sortiert“, rufen die Kinder im Chor. Zu Beginn des Theaterstücks wird klar: Den Raben Hugo, den Hasen Hoppel, das Eichhörnchen Wuschel und die Eule Sonja sowie die Themen „Mülltrennung“, „Müllvermeidung“ und „Kompostierung“ kennen die Kinder schon seit vielen Monaten, denn Sigrun Neubert und Galina Stern von der Kreisverwaltung Germersheim besuchten wegen des Aktionsprogramms Umwelterziehung seit September rund 70 Kindergärten im Landkreis. Der Jubel bei den Kindern ist groß, als sie ihre vier pelzigen und gefiederten Tierfreunde auf der Bühne sehen. Sie rufen ganz aufgeregt „Hallo Hugo“ und lachen vergnügt, wenn etwa Hase Hoppel über die Bühne rennt, verschwindet und wieder auftaucht. Auch hören die Kinder aufmerksam zu, als der Rabe Hugo sagt, dass er den Wald für alle Tiere sauber und sicher machen möchte, denn er „ärgere sich über die Menschen, die ihren Müll einfach in den Wald werfen“. Es herrscht große Zustimmung im Publikum: „Ja, wir ärgern uns auch.“ Hase Hoppel lobt die Kinder: „Ihr seid ganz schön schlau, weil ihr wisst, dass beispielsweise eine Zeitung in die grüne Papiertonne, Plastik wie etwa ein Joghurtbecher in den gelben Sack, Essensreste, wie diese Bananenschale, in die Biotonne, Glas in die Glasbox und all das, was man nicht verwerten kann, in die Restmülltonne gehört.“ Einige Kinder kommen auf die Bühne und sortieren den unterschiedlichen Müll, den Puppenspieler Knab mitgebracht hat. Dann heben sie etwa eine Milchtüte oder eine Mehrwegflasche hoch, so dass die übrigen Kinder im Saal sie sehen können. „Gehört die Milchtüte in den gelben Sack?“, fragt Knab. „Ja“, schreien alle die Antwort heraus. Auf die Frage „Gehört die Zahnbürste in den Biomüll?“ folgt jedoch ein lautstarkes „Nein“. Als „Müllexperten“ wissen die Kinder immer die richtige Antwort, denn für ihre Lernleistung bekamen sie vor einiger Zeit von der Kreisverwaltung bereits einen Müllexperte-Button verliehen. Der Besuch des interaktiven Theaterstücks dient laut Neubert und Stern zur Vertiefung des Gelernten und macht den Kindern ungeheuren Spaß.

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