RHEINZABERN RHEINPFALZ Plus Artikel Möglichkeiten für Solaranlagen auf Baggerseen prüfen

So kann eine Solaranlage auf einem Baggersee aussehen. Unser Bild entstand bei Weeze in Nordrhein-Westfalen.
So kann eine Solaranlage auf einem Baggersee aussehen. Unser Bild entstand bei Weeze in Nordrhein-Westfalen.

Bei Rheinzabern liegen mehrere Baggerseen. An manchen ist der Kiesabbau bereits eingestellt, an anderen wird noch gefördert. Deshalb beschäftigte sich der Ortsgemeinderat in letzte Zeit wiederholt mit der Möglichkeit, schwimmende Photovoltaikanlagen auf Seen zu installieren.

Um für notwendige Beschlüsse im Gemeinderat besser über dieses Thema informiert zu sein, kam auf Einladung der Ortsgemeinde ein Mitarbeiter der „BayWa r.e. Power Solutions GmbH“ (München) in die Ratssitzung. Zu den Schwerpunkten der Firma gehört der Bau und das Installieren von großen schwimmenden Photovoltaikanlagen. Als Referent des Unternehmens stellte Martin Ohmer in einem gut einstündigen Vortrag die Firma vor. Er skizzierte die Bedingungen, unter denen die gewünschten Anlagen auf der Oberfläche von Seen verlegt werden können und schilderte die Vor- und Nachteile der Stromerzeuger.

Mit in seinen Vortrag flossen auch finanzielle Aspekte, wie die Amortisationszeit, mit ein. Intensiv mit dem Thema hatten sich die Ratsmitglieder Reiner Marz und Sebastian Thomas (beide CDU) beschäftigt. Im Vorfeld zur Sitzung trafen sie sich zu einem ausführlichen Gespräch mit Bürgermeister Matthias Schardt aus Leimersheim und mit Mitarbeitern der Verwaltung. In der Rheinanlieger-Gemeinde wird derzeit nämlich eine solche schwimmenden Photovoltaikanlage gebaut. Entsprechend vorbereitet, konnten Marz und Thomas ganz gezielt Fragen an den Gast-Referenten Ohmer stellen.

Für Rheinzabern, das ein eigenes E-Werk betreibt, sei besonders die Frage interessant, wer die Anlage künftig betreiben und wer Stromabnehmer sein würde, so ein Thema der Diskussion im Ratsgremium. Dabei wies Ohmer auf die Chance hin, dass die Gemeinde ihren eigenen Grünstrom anbieten könnte.

Bevor weiter geplant werde, so der Konsens am Ende des Vortrags, müsse geklärt werden, auf welchen Seen Photovoltaik möglich sei. Dies sei gebunden an Änderungen im Flächennutzungsplan, sei abhängig von Vorgaben im Rahmen des Naturschutzes und von den Bestimmungen des Bergrechtes, das für Seen in Rheinzabern möglicherweise gelte. Und auf aktiven Seen müsse auch die Kiesförderfirma mit dem Vorhaben einverstanden sein.

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