Kreis Germersheim Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-wörth:
Die Aussagen seitens der IG Metall hat bei uns Unverständnis ausgelöst. Das positive Ereignis wurde, unserer Meinung nach, vom persönlichen Interesse der Gewerkschaft überschattet, was die neue Geschäftsbeziehung in diesem frühen Stadium unnötig belastet. Natürlich ist uns bewusst was die IGM bezüglich „Schaidt Innovations“ getan bzw. geleistet hat in den letzten Jahren. Mit allen Höhen und Tiefen! Allerdings ist ein Weiterbestehen mit Zukunft, auch mit Zugeständnissen, im Vergleich zu einer Schließung durchweg positiv. Bei der ersten Informationsveranstaltung mit unserem neuen Arbeitgeber wurden uns durch Zahlen und Fakten bestätigt, was wir uns erhofft hatten. Deshalb werden wir mit Vorfreude und voller Motivation in die Zukunft gehen und uns allen Herausforderungen stellen. Die Kürzel rhp und mik haben offensichtlich ein besonderes Talent, den aufmerksamen RHEINPFALZ-Leser zum Lachen zu bringen. Da kann man in einer Meldung lesen, dass ein VW Polo bei einer Verkehrskontrolle die Verwarnung nicht bezahlen wollte, Angaben zu seiner Adresse verweigerte und seinen Personalausweis auch nicht aushändigen wollte. Zudem erfährt man im letzten Satz noch, dass es sich um einen 55-jährigen (VW Polo??) handelte. In Blaulicht Germersheim liest man dann den Satz: Außer dem Alter von ca. 18 Jahren war der Mann mit einem dunklen Kapuzenpullover bekleidet! Da wird die Fahndung ganz sicher erfolgreich verlaufen!! Mittlerweile weiß ich nicht, ob ich darüber lachen oder weinen soll. Jede Woche liest man solche oder ähnliche Meldungen in der RHEINPFALZ. Es stellt sich mir die Frage: nehmen die Mitarbeiter diese kleinen Meldungen nicht so wichtig oder sind sie einfach nicht in der Lage, eine Meldung mit sinnvollen Sätzen zu Papier zu bringen?! Ich bin der Meinung, die Berichterstattung hierzu von Redakteur Lapos ist offensichtlich Wahlkampf, denn die Vogelgrippe kam gerade nach der Vorstellung der Landratskandidatin der SPD zum rechten Zeitpunkt. Dass Herr Lapos in seiner Berichterstattung Wahlkampf betreibt zeigt die einseitige Schuldzuweisung in dieser verworrenen Angelegenheit bei Landrat Brechtel und in der Aufforderung gipfelt, er sollte seine erneute Kandidatur zurückziehen. Frei nach dem Motto, die Politik machen wir, die RHEINPFALZ. Ich bin daher sicher, was der Landrat auch macht, er macht es verkehrt. Ich habe mich gefragt, was würde wohl hier die in den Wochenspitzen von Herrn Fehr als Powerfrau titulierte Landratskandidatin an Stelle von H. Brechtel richtiger machen. Würde sie bei Nacht und Nebel hingehen und den Vögeln den Garaus machen? Was vielleicht die einfachste Lösung in diesen verworrenen Zuständigkeiten wäre. Daher bitte ich doch die Herren Redakteure um eine zukünftig parteilose Berichterstattung, das sind sie ihren mündigen Lesern schuldig. Das Weihnachtskonzert des GGG-Orchester „beflügelte“ alle Zuhörer bis auf einen. Dieser ehemalige Kollege (Nichtmusiker!) maßt sich an, die musikpädagogische Arbeit von drei Musiklehrern schlecht zu reden. Zitat: „13 der 15 Titel waren englisch und davon viele trivial.“ Die englische Sprache gewinnt doch in Zeiten der Globalisierung als Wissenschafts-, Technik- und Bildungssprache immer mehr an Bedeutung. „Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“ (Goethe) Titel sind per se trivial, denn sie sagen nichts über die Bedeutung der Musik aus. Die Äußerungen zur gespielten Musik sind laienhaft und falsch. Drei Musiklehrer haben in kurzer Zeit ein anspruchsvolles Schulkonzert mit 60 Schülern der 5. bis 13. Klassen und Eltern und Kollegen vorbereitet. Das Repertoire reichte von Brahms und Filmmusik für großes symphonisches Orchester, Arrangements für Saxofon- und Percussionensembles bis zur Eigenkomposition. Gibt es eine bessere Demonstration von Schulgemeinschaft und überwindet Musik dadurch nicht auch sprachliche und kulturelle Barrieren? Dieses Konzert und sein Programm waren aller Ehren wert! Goethe hat oft gesagt, dass Musik gespielt und gesungen werden müsse, dass alles Reden darüber eine „böse Unterredung“ sei. Ich kann nicht verstehen, wie ein ehemaliger Kollege die beispielhafte musikpädagogische Arbeit und das Engagement der Musiklehrer schlecht reden kann. Mit großem Befremden habe ich den Leserbrief von Hans-Jürgen Schmidt zum Weihnachtskonzert der Instrumentalgruppen des Goethe-Gymnasiums gelesen. Die reaktionäre Einstellung Herrn Schmidts zu angloamerikanischer Kultur ist bekannt, doch zeugt es von ganz schlechtem Stil, wenn er sich derart über ein Konzert seiner ehemaligen Schule öffentlich (!) auslässt. Abgesehen davon, dass ihm die fachliche Kompetenz zum heutigen Musikunterricht in der Schule fehlt, ist dies unkollegial und menschlich fragwürdig, denn er diskreditiert Pädagogen, die sich weit über das erwartete Maß hinaus für die Schule und ihre Schüler engagieren. Jeder Musiklehrer weiß, dass es in Schulen schwierig ist, instrumental zu arbeiten, fängt man doch immer wieder von neuem an: Kaum sind die Schüler ausgebildet, verlassen sie die Schule. Es erfordert daher viel Erfahrung zu erkennen, was den Schülern einerseits Spaß macht, andererseits aber ihrem Leistungsvermögen Rechnung trägt und nicht zuletzt auch beim Publikum ankommt. Dass dies den Verantwortlichen des besagten Konzerts gelungen ist, beweist das überaus positive Feedback – Verzeihung: Echo – auch von musikalisch kompetenten Besuchern. Die Chormitglieder des Gymnasiums haben gerade in einer Jugendherberge das bevorstehende Winterkonzert vorbereitet und drei Tage lang gesungen, nicht nur in den Proben, sondern auch in den Pausen und beim „bunten Abend“. Ja, sie haben neben modernen deutschen auch viele englische Lieder gesungen, mehrstimmig und mit gut geschulten Stimmen, aber vor allem mit einer Begeisterung, bei der jedem Pädagogen das Herz aufgehen muss. Ist es nicht das, was zählt und was sicherlich vielen Schülern in schöner Erinnerung bleiben wird? Statt den schulmeisterlichen Zeigefinger zu erheben, sollten wir uns darüber freuen! Im Übrigen, es zwingt Sie niemand, Herr Schmidt, in unsere Konzerte zu kommen, wenn Sie unter der Programmauswahl so leiden müssen. Auch bei unseren Chorkonzerten am nächsten Mittwoch- und Donnerstagabend in der St.-Jakobus-Kirche in Germersheim werden wieder englische und deutsche Lieder erklingen, sogar ein italienisches wird dabei sein und wir freuen uns auf ein dafür offenes Publikum.