Kreis Germersheim Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth:

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Gekämpft, gehofft und doch verloren – so lässt sich mit drei Worten die Situation von Knittelsheim und Ottersheim beschreiben. Bellheim bekommt nebst Umgehung, verkehrsberuhigender Maßnahmen und Sanierung der L509 alles, Ottersheim hat zumindest eine Straßensanierung bekommen, aber Knittelsheim bekommt ... nichts. Die Sanierung der Schadstellen in der Hauptstraße werden vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) vorerst verweigert, Versorgungsträger hätten sie verursacht. Unumstritten ist aber, dass durch den Bau der Südumgehung in Bellheim der Durchgangsverkehr in unseren beiden Gemeinden zunimmt, aber das spielt keine Rolle. Die paar Anwohner kann man vergessen, Hauptsache Bellheim ist gut versorgt. Gleichzeitig müssen Gelder des Bundes zum Straßenaus- und Neubau zurückgegeben werden, weil mangels Personal beim LBM keine Planung auf die Füße gestellt werden kann!? Was hätte man mit dem Geld alles machen können, z.B.: eine neu zu planende B 509 von der B9 kommend bis in Landaus neues Gewerbegebiet an der A 65 wäre möglich gewesen (und viele andere Projekte im Land), ohne auch nur durch eine einzige Ortschaft zu müssen. Allen, auch der hier angesiedelten Wirtschaft und den endlosen Hin- und Her-Transporten der Automobilbranche wäre gut damit gedient gewesen. Chance vertan und Geld ausgeschlagen ... unglaublich? Nein wahr! Das Goethe-Gymnasium gab am 20. Dezember ein „Weihnachtskonzert“. Mögen die musikalischen Darbietungen aller Ehren wert sein - das Programm war es nicht. 13 der 15 Titel waren englisch und davon viele trivial. Eine Tendenz, die ich bei GGG-Konzerten seit acht Jahren beobachte: Sogar von den Vokaltiteln erklangen in diesem Zeitraum nur 10-15 Prozent deutschsprachig im einstigen „Land der Musik“! Sicherlich hatten diesmal weit mehr die Instrumentalisten als die Sänger die gern und gut genutzte Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Was aber hat ein „red-nosed reindeer“ mit dem Christfest gemein? Was sucht uns „Santa Claus“ bei „Merry Christmas“ mit „Jingle Bells“ heim? Gemäß dem Bericht der RHEINPFALZ kam bei „A Christmas Festival“ „Weihnachtsstimmung“ auf. Amerikanisiertes Deutschland, dessen Weihnachten mit seiner Innerlichkeit einst Weltgeltung hatte. Die Popmusik soll durchaus ein Teil der Schulmusik sein, doch ein guter Pädagoge sollte sich nicht zu sehr zur Jugendmentalität herunterbeugen, sondern seine Anvertrauten zur Höhe der Bildung hochziehen, zumal das musikalische Können der Schüler Brahms meisterte und Adele schulterte. Übrigens fällt Weihnachten bei uns in die Winterzeit. Dazu passend: „Summertime“ und „Lovers on the sun“. Die Schulleiterin erfasste den neudeutschen Zeitgeist, als sie von der „Goethe Community“ sprach. Einst wird kommen der Tag, wo das „Goethe [gesprochen : Goissi] College“ die globalisierte Welt bereichern wird. Fazit: Dank an die Schüler, Tadel an die Musiklehrer.

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