Kreis Germersheim Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth:

Der von der Kita Löwenzahn in den letzten Jahren organisierte Martinsumzug mit Abschluss auf dem Schulhof der Grundschule in Westheim, findet dieses Jahr leider nicht wie gewohnt statt! Dieses ist leider darauf zurückzuführen, dass von etwa 55 Familien deren rund 90 Kinder in der Kindertagesstätte Löwenzahn zur Zeit angemeldet sind, sich keine 8 Personen (Eltern) gemeldet haben, um den Ausschank beziehungsweise die Bewirtung nach dem Umzug auf dem Schulhof zu übernehmen. Es werden zunehmend Ansprüche an Kita und Erzieherinnen gestellt, jedoch selbst einmal etwas dazu beizutragen - leider Fehlanzeige. Ich finde es sehr schade, denn auch wir haben uns nach dem Martinsumzug bis letztes Jahr, obwohl unser Sohn bereits 19 Jahre alt ist, mit Freunden auf dem Schulhof getroffen, um einen Glühwein zu trinken und um etwas zu essen. Hoffentlich habe ich mit meinem Leserbrief „ALLE“ Supermuttis und Superpapis in Westheim erreicht, sodass diese sich Gedanken für das nächste Jahr machen können! In einer früheren Werbung hieß es „Der Tag geht und Jonny Walker kommt“. In Bellheim vergeht kaum ein Tag ohne dass die politische „Brainstorming-Factory“ irgendwelche neue Geistesblitze unters Volk sät beziehungsweise ausgebrütet hat. Erst versucht sie eine Art Bauschuttablagerung nördlich des Sportgeländes durchzuwinken und sollte eigentlich wissen, dass dies rechtlich überhaupt nicht möglich ist. Unverständlich das Verhalten der Freien Wählergruppe Adam, die sich vor vielen Jahren als einzige Gruppierung gegen den installierten Aluminiumschmelzofen ausgesprochen hat, nun aber eine Umwidmung in eine Art Deponie gutheißt, die, wohlgemerkt, nur in einem Industriegebiet erlaubt ist. Inwieweit hier Gefälligkeiten eine Rolle spielten, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber unter Berücksichtigung der gegenwärtigen politischen Konstellation und den involvierten Personen könnte man fast dazu neigen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Bellheim gönnt sich ein riesiges Reifenlager, opfert wertvolles Land für eine sehr ominöse Briefkastenfirma, die sicherlich die Gemeindekasse zum Überschwappen bringt. „Private-Equitiy-Investoren“ und Milliarden US-Dollar Umsatz, klingt wunderbar exotisch – exotisch werden wohl auch die Einnahmen bleiben. Dann wird es heißen „Nicht mal Spesen waren’s gewesen“ und Erinnerungen an das Geothermie Kraftwerk werden wach. Und wieder grüßt die Südumgehung, die nun energisch mit dem Bau eines Kreisels angegangen werden soll, „ein Auftakt“ nach Maß sozusagen. Wie kann man solch eine Voraussage machen, wenn man weiß, dass die betroffenen Parzellen sich weitgehend in privatem Besitz befinden und eine Enteignung wohl kaum durchsetzbar ist. Da zieht man dem Bären das Fell über die Ohren bevor man ihn erlegt hat. Ein neuer Tag kommt und der Gemeinderat Bellheim erwacht – vielleicht.