Kreis Germersheim Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth:

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Es ist ja sehr lobenswert, dass sich ein Landtagsabgeordneter dem Thema Lkw-Standplätze stellt. Schon seit Jahren beanstanden gerade Wörther Bürger, dass an allen möglichen Straßenrändern in der Stadt Wörth Fernlastwagen stehen. Die Fahrer übernächtigen oder nutzen das Wochenendfahrverbot zum Zwangscamping. Dadurch häuft sich vor allem an etwas abgelegenen Straßen erheblicher Müll an. Der wird wenigstens einmal im Jahr, am „Tag der Umwelt“ von Freiwilligen zu einem großen Teil entsorgt. Die Fahrer werfen unnütze Gegenstände und Abfälle einfach in die Büsche und machen „ihr Geschäft“ unmittelbar neben der Straße. Wie ich nun lese, belegen Statistiken eine Zunahme des Lkw-Verkehrs auf der A 65. Eine Behörde soll auch schon in Höhe Rohrbach eine Freifläche für einen eventuellen Park-Standort ausfindig gemacht haben? Ich frage mich: War das Herr Brandls Idee oder hat er von dem Vorschlag „Wind bekommen“ und ihn dann zu seiner Idee gemacht? Sei’s drum, die Wörther“ Probleme werden dadurch nicht gelöst werden. Deshalb bitte ich, bevor man am Schreibtisch eine Entscheidung trifft, über ein Gesamtkonzept nachzudenken. Dabei sollte man auch berücksichtigen, dass die Fernfahrer vorzugsweise dort gerne stehen, von wo aus sie nicht allzu weit zu Fuß zu einem Einkaufmarkt gehen können. Deshalb wird Wörth auch so gerne angefahren. Im Übrigen könnte gerade an den Schleichwegen das „illegale“ Parken einfach gelöst werden, indem man eine Höhenschranke - wie sie oftmals an öffentlichen Parkplätzen zu sehen ist - installiert. Ich würde Herrn Brandl gerne mal einladen mit mir die unbewirtschafteten Rastanlagen zwischen Kandel und Landau zu besichtigen. Was auf diesen Rastanlagen (Haltebuchten) für Unrat und Fäkalien anfällt und zurückgelassen werden ist beschämend. An der Haltebucht Kandel - Minderslachen ist der Wald übersät mit Fäkalien. Der Entwässerungsgraben hinter der Haltebucht liegt voll von mit Urin gefüllten Flaschen, Dosen, Reifen, Rutschmatten, Brot und Essensreste und ganze Säcke von Unrat. Ratten sind hier öfter zu sehen. Gegen Rastanlagen die bewirtschaftet werden ist nichts zu sagen. Aber wer bezahlt das. Wörth diskriminiert die Ärmsten ihrer Bevölkerung! Kein Hartz IV Empfänger erhält die Möglichkeit am Neujahrsempfang der Stadt teil zu nehmen. Mitbürger aus den Stadtteilen Büchelberg, Schaidt und Maximiliansau müssen bis zu etwa 30 Euro auf sich nehmen, um zur Festhalle nach Wörth zu kommen. Bittet man am Schluss des Empfanges um 5 Brezeln für die ehrenamtlich betreuten Gruppen von Bedürftigen, bekommt man von der Vertreterin der Stadt Wörth gesagt: man dürfe sich für den eigenen Verzehr an diesem Abend bedienen, aber anderweitig nicht! In der Stadt Wörth denkt man bei diesen Veranstaltungen hauptsächlich an die Parteibonzen der CDU, SPD und die gut bezahlten Mitarbeiter der Stadt, die am Schluss noch anwesend waren. So ganz neben bei werden auch herausragende Sportler, sowie ehrenamtliche Mitbürger geehrt. Die Stadtverwaltung in Vertretung des Oberbürgermeisters Seiters scheint das alles nicht zu interessieren, da ich mich schon mehrfach per Mail beklagt habe. (...) Bedauerlich ist, dass dieser wirklich historische barocke Bau in der exponierten Lage noch von keiner Behörde unter Schutz gestellt wurde. Das Gebäude, welches weiterhin nach langen Hin und Her immer noch vor sich hin kränkelt, würde – nach einer gelungenen Sanierung – allen Germersheimern Bürgern und Touristen eine Freude bereiten mit Ausnahme der Bauträger, denen an der Stelle ein gewinnbringender mit Plastik und Styropor verklebter Wohnungsbau die Rendite versauen würde. Die „ansprechende Architektur“ in den Prospekten, die als sinnvoller angesehen werden sind leichter zu verwirklichen als unbequeme Denkmäler zu sanieren. Der dort geplante Neubau wird in 80 Jahren wieder entsorgt – das über 300 Jahre alte historische Gebäude würde noch 300 weitere Jahre bewundert werden und als Zeitzeuge historischer Baukunst noch vielen Generationen nach uns Freude bereiten. Seit fünf Jahren bemühe ich mich um den Erwerb des Gebäudes um es einer sinnvollen Nutzung und einer grundlegenden Sanierung zuzuführen, was beim Café Elefant bei weitaus größerem Verfall und höchster Einsturzgefahr problemlos gelang.

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