Kreis Germersheim Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth:

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Am Elternabend des Europa Gymnasiums Wörth schlug eine sechs Meter lange Lampe in einem Schulsaal herunter. Knapp an den Köpfen der Eltern vorbei. Welch’ ein Glück, dass keinem was passiert ist und welch’ ein Glück, dass keine Kinder im Klassensaal waren. Natürlich erfolgte daraufhin im gesamten Gymnasium eine Überprüfung aller Lampen durch ein Expertenteam der Kreisverwaltung Germersheim. Dieses Team setzte sich unter anderem zusammen aus einer Dame des Fachbereiches Gebäudemanagements, eines Kreisbeigeordneten und sogar eines Architekten. Dieser stieg sogar aufs Pult, um eigenhändig an einer Lampe zu rütteln, woraufhin diese sich bewegte, aber laut Architekt fest verankert ist. Ich bin in einem Elektrobetrieb groß geworden und habe gelernt, eine Lampe, die sich bei Rütteln bewegt, ist nicht fest verankert. Wenn sie fest verankert wäre, würde sie nicht wackeln. Nun erfolgte ein Rüttel- und Besentest an 150 Lampen. Daraufhin stellte das Expertenteam fest, dass die Lampen, bis auf eine, die dem „Härtetest“ nicht stand hielt, fest verankert sind. Eine Lampe von sechs Metern hat ein enormes Gewicht. Wenn diese an einem Pressplattenstück befestigt ist, kann man davon ausgehen, dass sie irgendwann herunterfällt. Man muss sich nur wundern, dass dies nicht schon früher passiert ist. Wie nun, stellt sich mir die Frage, sind die anderen Lampen befestigt? Da es sich nach Aussage des Architekten um einen „versteckten Mangel“ handelt, den man bei der Abnahme nicht sehen konnte, wäre es sinnvoll, auf eine Leiter zu steigen, den Lampenschirm jeder Lampe abzunehmen und die an der Decke montierte Halterung genau zu überprüfen. Nur wenn man genau weiß, dass die übrigen Lampen des Gymnasiums nicht an Pressplattenstücken hängen, kann man solche Unfälle in Zukunft vermeiden. Eine Rüttel- oder Besenprüfung entspricht nicht der nötigen Sicherheits- und Sorgfaltspflicht. Hier wäre eine Überprüfung durch einen Fachmann, sprich Elektriker, erforderlich. () Ich persönlich würde auf die „Ausrede“ von Gärtner, dass sein Betrieb keinen Winterdienst macht nichts geben. Es wird wohl auch für ihn ein Leichtes sein, die entsprechende Voraussetzung zu schaffen, um seine Leistungsfähigkeit so zu erweitern, dass letztendlich ein Bauhof und dessen Mitarbeiter überflüssig sein werden. Man könne schon zu der Vermutung kommen, dass nach der Bauhofüberprüfung dieser langsam und stückchenweise zerlegt wird. Ob wir dann noch von einem Gerücht sprechen werden, sei mal dahingestellt.

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