Kreis Germersheim Leserbrief an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth:

Welche Tarantel mag die CDU-Ratsmitglieder gestochen haben, damit aus seriösen bodenständigen Bürgern plötzlich Revoluzzer werden, die Jahrzehnte die Sparpolitik des CDU-Bürgermeisters richtigerweise mitgetragen haben. Glaubt man nunmehr, nachdem man bei der Wahl des Bürgermeisterkandidaten das erste Eigentor geschossen hat, Wählerstimmen gewinnen zu können durch derart unausgewogene Entscheidungen zugunsten der Fußballfans. Werden dadurch die Mitglieder aller anderer Vereine nicht verärgert, deren Finanzwünsche man in der Vergangenheit negativ beschieden hat. Ein Verein der seit Jahren in der C-Klasse kickt und dann Investitionen in Höhe von 1.345.000 Euro anmeldet ist entweder sehr selbstbewusst oder hat sich von der Realität verabschiedet. In Sachen Büchelberg appelliert Frau Gerstner (Büchelberger Mitglied der CDU-Stadtratsfraktion; d. Red.) an die gleiche Wertigkeit aller Ortsbezirke, ich hoffe sie fordert deshalb keinen Badepark für Büchelberg. Dass Büchelberg mal das fußballerische Highlight der Stadt Wörth sein würde, wäre selbst den am meisten überzeugten Fußballfans aus Büchelberg nie in den Sinn gekommen. Nur was hat der Verein, außer dem Namen und den Mitgliedern noch mit Büchelberg zu tun. Fast alle Spieler spielen nicht in Büchelberg nur der Ehre halber, sondern weil hier mehr bezahlt wird wie scheinbar in Kandel oder Herxheim. Wenn der Sponsor heute die Lust verliert, kann die verbleibende Büchelberger Vorstandschaft den Verein nur noch abmelden, weil die spielenden Söldner weiterziehen werden. Beispiele hierfür sind Edenkoben und Weingarten. Wer bei dieser Konstellation eine Investition von einer halben Million Euro befürwortet, betrügt jeden Wörther Bürger, da dies Steuergelder sind die wir alle über Lohn-, Einkommen-, Grund- oder Gewerbesteuer zu zahlen haben. Dies wäre das zweite Eigentor für die Wörther CDU. Nur wäre dies viel bedeutender als das mit dem Bürgermeisterkandidaten. Es muss auch endlich Schluss sein mit der Mauschelei zwischen Maximiliansau und Büchelberg, nach dem Motto: „Hilfst Du mir, dann helfe ich Dir.“ Politikverdrossenheit beginnt nicht nur in Berlin, sondern sehr oft auch vor Ort.