Wörth RHEINPFALZ Plus Artikel Lastwagenwerk entkräftet Gerüchte

Ein Blick in den Rahmenbau im Lastwagenwerk Wörth.
Ein Blick in den Rahmenbau im Lastwagenwerk Wörth.

Nach einem Brand bei einem Zulieferbetrieb in der Türkei sollen Teile im Lastwagenwerk knapp werden. Diese Information hatte die RHEINPFALZ am Freitag erreicht. Eine Sprecherin von Daimler Trucks verweist auf das komplexe Lieferkettenmanagement des Unternehmens. Die Produktion im Werk laufe regulär.

Die Unterbrechung von Lieferketten stellt auch Daimler Trucks immer wieder vor Herausforderungen. Ein Mangel an Halbleitern und Rohmaterialien erforderte zum Beispiel im Sommer 2022, dass die Reihenfolge, in der die Fahrzeuge im Lastwagenwerk Wörth gefertigt wurden, an die Verfügbarkeit der Teile angepasst werden musste. Nun sollten wegen eines Brandes in einer Gießerei in der Türkei sicherheitsrelevante Teile im Werk so knapp geworden sein, dass man über einzelne Tage oder sogar eine Betriebsruhe nachdenke. Diese Information hatte die Redaktion am Freitag erreicht.

Auf Nachfrage bittet die Sprecherin von Daimler Trucks im Verständnis dafür, dass sich das Unternehmen zu Details von Lieferantenbeziehungen und einzelnen Lieferanten grundsätzlich nicht äußert. Von einer Betriebsruhe könne keine Rede sein: „Die Produktion im Werk Wörth läuft regulär und wird nach unserer derzeitigen Planung auch weiter regulär laufen.“

Das bedeutet jedoch nicht, dass es gar keine Probleme gab. Das liest man zumindest zwischen den Zeilen. Man verfüge über ein breit aufgestelltes und stabiles Lieferantennetzwerk, heißt es von der Sprecherin weiter. Zum Lieferkettenmanagement eines global agierenden Unternehmen gehöre es, „auch laufend aktuelle Entwicklungen weltweit im Blick zu haben“. So könne man sicherstellen, dass man „stets schnell und flexibel“ gegensteuere, „für den Fall, dass Ereignisse auftreten sollten, die unsere Lieferkette betreffen könnten“.

Daher arbeite das Unternehmen „stets intensiv an der Absicherung unserer Lieferketten“, so die Sprecherin. Durch engmaschiges Monitoring der einzelnen Lieferanten und Lieferketten würden die weltweiten Bedarfe und Bestände überprüft und gesteuert. Auf diese Weise könne man Maßnahmen zur Absicherung der jeweiligen Lieferkette definieren. Das wird zum Beispiel dann wichtig, wenn ein Lieferant ausfällt. Dazu heißt es von der Sprecherin: „Eine wichtige Maßnahme kann beispielsweise das Ausweichen auf alternative Lieferanten sein, die ähnliche Bauteile liefern und so schnell befähigt werden können.“

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