Kreis Germersheim Kurz notiert: Bellheim: Land baut Südumgehung

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Die seit vielen Jahren kontrovers in Bellheim diskutierte Südumgehung kann nun gebaut werden. Sie steht im vor wenigen Tagen vom Landtag verabschiedeten Doppelhaushaltsplan 2017/18. In das mit 14,3 Millionen Euro veranschlagte Projekt sollen dieses und nächstes Jahr 1,4 Millionen Euro fließen. Zudem stehen 150.000 von insgesamt 550.000 Euro für die Sanierung der Bellheimer Hauptstraße bereit. Das teilte gestern Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) mit. Demnach ist die Südumgehung eines der sieben Neubauprojekte im Land, insgesamt seien es rund 400 Vorhaben, für die pro Haushaltsjahr 121,4 Millionen Euro ausgegeben werden sollen. Weitere Projekte im Kreis Germersheim, die im Landesstraßenbauprogramm stehen: Für die L 530 zwischen Freisbach und Gommersheim sollen dieses Jahr die letzten 50.000 Euro ausgegeben werden; bisher flossen 1,35 Millionen Euro in den Straßenausbau. Für die L 540 zwischen Hochstadt und Bellheim sind 1,2 Millionen Euro eingeplant sowie ebenfalls für die L 540/K 10 eine Vorfahrtsänderung bei Jockgrim; von den 400.000 Euro sollen 200.000 Euro nächstes Jahr ausgegeben werden der Rest ab 2019. 900.000 sind für die L 552 bei Hördt eingeplant; 300.000 Euro davon sind für das nächste Jahr eingeplant, der Rest ab 2019). So mancher Südpfälzer wird jetzt enttäuscht sein: Nein, Lustadt und die Verbandsgemeinde Lingenfeld wollen das Geothermievorhaben zwischen Bellheim, Lustadt und Westheim nicht selbst schultern und ein Themalbad nebst Hotel und Kasino bauen lassen. Es bleibt bei dem Vorhaben ein Geothermiekraftwerk zu errichten. Alle, na ja, fast alle, haben es gleich gewusst, dass es ein Aprilscherz war, der da am Samstag in der RHEINPFALZ stand. Und so kam auch am Samstagnachmittag kaum einer zum Treffpunkt an die Westheimer Holzmühle, um die Thermalquelle zu besichtigen. Wem sonst noch das eine oder andere in der GERMERSHEIMER RUNDSCHAU am Samstag komisch vorkam, der sei hiermit beruhigt: Es gab keinen weiteren Aprilscherz – zumindest keinen beabsichtigten. In puncto geplantes Geothermiekraftwerk zwischen Bellheim, Westheim und Lustadt sollen keine vorschnellen Entscheidungen getroffen werden, die unumkehrbare Auswirkungen für die Südpfälzer und ihre Umwelt haben. Diesen Appell hat Landrat Fritz Brechtel in einem Schreiben an die beteiligten Behörden, das Landesbergbauamt, Wirtschaftsministerium und den Projektbetreiber gerichtet, teilte die Kreisverwaltung Germersheim mit. Landrat Brechtel verweise in seinem Brief unter anderem auch auf die große Ablehnung in der Bevölkerung nach den negativen Auswirkungen der Geothermieprojekte in Landau und Insheim. |rhp/gs

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