Kreis Germersheim Kreiselbau möglicher Auftakt für Südumgehung

Sollte das Land in den aktuellen Etatberatungen grundsätzlich grünes Licht geben für den Bau der Bellheimer Südumgehung, sprich Geld bereitstellen, dann könnte nächstes Jahr mit dem Bau eines Kreisels begonnen werden. Der soll zwischen Bellheim und Knittelsheim entstehen und die von der Gemeinde zu bauende Westspange an die Südumgehung anschließen.
Entsprechende Gerüchte bestätigte Bellheims Ortsbürgermeister Paul gärtner (Wählergruppe Adam) auf Anfrage der RHEINPFALZ. In der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag sagte Gärtner auf Anfrage von Herrmann Josef Schwab (CDU), dass das im Bau befindliche Reifenlager im Gewerbegebiet wie geplant im Frühjahr fertig werde. Betreiben werde es allerdings nicht wie erwartet die Neu-Ulmer Logistikfirma Honold, die Eigentümer des Geländes ist und die das Lager baut, sondern der Logistiker Ceva. Das habe eine Ausschreibung des Reifenherstellers Conti ergeben, der dort Reifen einlagern möchte. Gärtner unterstrich, dass sich dadurch, dass nun Ceva das Lager betreiben werde, weder etwas an den Eigentumsverhältnissen noch an den mit Honold getroffenen Vereinbarungen ändern werde. Die 2013 gegründete Ceva Holding LLC mit Sitz auf den Marshall-Inseln ist ein nicht börsennotiertes Unternehmen dessen Mehrheitseigner Apollo Management ist, einer der nach Firmenangaben weltweit führenden Private-Equity-Investoren. Ende 2015 hatte Ceva 1000 Standorte mit acht Millionen Quadratmetern Lagerfläche in über 160 Ländern weltweit. Mehr als 41.000 Mitarbeiter sorgten für einen Jahresumsatz von rund sieben Milliarden US-Dollar. Zu den Tätigkeitsfeldern des Logistikunternehmens zählen unter anderem Frachtmanagement zu Wasser, Land und in der Luft sowie Produktionsunterstützung. Zu den Branchenschwerpunkten von Ceva zählen mit 25 Prozent Automotive und mit 24 Prozent Verbraucher und Einzelhandel. |gs