Kreis Germersheim Kreis-SPD will mehr Tempo bei IGS-Neubau

Seit dreieinhalb Jahren werden Schüler an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Kandel in Containern unterrichtet. Die Fertigstellung des Neubaus ist frühestens 2020 in Sicht. Die SPD-Kreistagsfraktion will deshalb das Tempo steigern.
Die Oberstufe an der IGS wird sei Januar 2013 in Containern unterrichtet. Hintergrund sind Brandschutzmängel, die im Altbau entdeckt worden waren. Anfang März hatten Schüler, Lehrer und Eltern bei einer großen Demonstration ihrem Ärger über die Situation Luft gemacht. Die Kreisverwaltung verweist auf die bürokratischen Vorgaben, unter anderem von Seiten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), für das mindestens 18 Millionen Euro schwere Projekt. Die nächsten Schritte, darunter der Europäische Architektenwettbewerb, stehen schon fest. Nun hat sich die SPD-Kreistagsfraktion mit Vertretern des Schulelternbeirats (SEB) getroffen. „Besonders in den warmen Monaten ist es für die Schüler in den Containern belastend“, sagt Angelika Drodofsky, stellvertretende SEB-Vorsitzende, in einer Pressemitteilung. Die SPD-Fraktion fürchtet zudem um die Attraktivität des Schulstandortes der IGS Kandel. Fraktionssprecher Uwe Schwind sagt angesichts der vom Kreis präsentierten Sanierungspläne: „Das sind noch vier lange Jahre und drei liegen bereits hinter uns“. Die SPD-Fraktion suche deshalb nach Wegen, um diesen Zeitplan zu straffen. „Wir vergessen dabei nicht, dass Ausschreibungen und Förderanträge ihre Zeit brauchen. Dennoch: Mit jedem Monat, den wir gewinnen, ist der Schule geholfen und Miet-Kosten für die Container werden gespart“, betont Schwind. Landrat Fritz Brechtel (SPD) hatte Anfang April erklärt, dass er bis zur Sommerpause Klärung erhofft, was die Beteiligung der Verbandsgemeinde Kandel und die mögliche Förderung vom Land angeht. Volker Poß, Kreistagsmitglied und gleichzeitig Kandeler Verbandsbürgermeister schlägt vor: „Die Klärung der Finanzierungsbeteiligung der Verbandsgemeinde kann unabhängig von anderen Schritten laufen“. Die SPD fordert deshalb bei der Kreistagssitzung am 13. Juni 2016, den Architektenwettbewerb zu beschließen, der dann sowieso neun Monate läuft. Auch im weiteren Verlauf müsse geprüft werden, ob Prozesse parallel abgewickelt werden können, heißt es in der Pressemitteilung abschließend. (rhp)