Kreis Germersheim
Kreis Germersheim: Rund 100 000 Euro für Kinder in Not gesammelt
Etwa 100.000 Euro haben Sternsinger in den Pfarreien im Kreis Germersheim rund um den Dreikönigstag an Haustüren gesammelt. Viele Gemeinden vermelden stabile Spendenbeträge bei der Aktion der katholischen Kirche.
„Die Sternsinger-Gruppen werden erwartet, es gibt Gemeckere, wenn sie nicht kommen“, erzählt der Rheinzaberner Gemeindereferent Hubert Magin. Die Sternsingeraktion sei vielen Bürgern wichtig. Jedoch hätten sich in Neupotz und Rheinzabern dieses Jahr weniger Kinder beteiligt als im Jahr davor. Das habe vor allem daran gelegen, dass viele Familien noch im Skiurlaub gewesen seien und es zudem weniger Kommunionskinder gewesen seien. In Rheinzabern nahmen 46 Kinder an der Aktion teil, in Neupotz waren es 22. Allein in Rheinzabern wurden etwa 8600 Euro für den guten Zweck gesammelt. In Neupotz kamen 4200 Euro zusammen. Wie im Jahr zuvor, nutzten die Teilnehmer die Sternsinger-App, die es den Gruppen einfacher machte, sich zu koordinieren.
Junge Familien melden sich an
„In Kandel waren in diesem Jahr zwölf Sternsinger-Gruppen unterwegs, die etwa 6300 Euro gesammelt haben“, berichtet Pastoralreferent Thomas Jäger. Beworben habe er die Aktion bei den Kommunionskindern und in den Grundschulen. Jäger betonte, dass bei den Sternsingern nicht nur Katholiken willkommen seien. Es seien auch schon Kinder von Geflüchteten mitgelaufen. Für einen Besuch der Sternsinger musste man sich in Kandel vorher anmelden. Das sei vor allem von jungen Familien genutzt worden. In Minfeld, Freckenfeld und Winden sammelten die Sternsinger 2540,50 Euro, in Schaidt und Vollmersweiler 3297,28 Euro. In Steinweiler konnten 1900 Euro für den guten Zweck gesammelt werden.
Kommunionskinder laufen mit
In Wörth beteiligten sich 51 Kinder und Helfer an der Aktion, berichtet Pastoralreferent Hans Werner Schottmüller. Auch hier müssen sich Haushalte anmelden, die Besuch erhalten wollen. Etwa ein Drittel der Teilnehmer seien Kommunionskinder gewesen, die freiwillig mitgemacht hätten. Er halte nichts von „Pflichtveranstaltungen“, sagt Schottmüller. In der Stadt wurden 5100 Euro gesammelt.
In Leimersheim sammelten 45 Kinder 5500 Euro für den guten Zweck. In Rülzheim waren es 11.048,75 Euro; in Hördt sammelten 31 Kinder 3658,17 Euro, und in Kuhardt kamen 2393,94 Euro zusammen. In Kuhardt mussten die Kommunionskinder verpflichtend beim Dreikönigssingen unterstützen. In Bellheim, Knittelsheim, Lustadt, Ottersheim, Weingarten und Zeiskam kamen etwa 19.600 Euro zusammen, davon alleine 6371,56 Euro in Bellheim.
Strukturen vor Ort sind da
„Die Beträge, die in unserer Gemeinde gespendet wurden, ähnelten den aus den Vorjahren, insgesamt ist die Spendensumme sogar leicht angestiegen“, berichtet Marie-Christin Mayer, Pastoralassistentin der Pfarrei Germersheim. In der Stadt selbst kamen 5343,10 Euro zusammen, in Sondernheim 3068,37 Euro, in Lingenfeld 5092 Euro, in Westheim 2245 Euro und in Schwegenheim 4426,50 Euro. Unterm Strich sammelten Kinder in den genannten Pfarreien im Landkreis 99.813 Euro ein.
Die bundesweite Sternsingeraktion setzt auf Transparenz: Nur etwa 6,75 Prozent der Spenden sollen für Werbung und Verwaltung aufgewendet werden. Die Spenden werden von den kirchlichen Einrichtungen in den Gemeinden verwaltet. So müssen nicht erst Strukturen vor Ort geschaffen werden. Das Geld geht an das Kindermissionswerk in Aachen und wird von dort aus an Hilfsprojekte und Kinder in Not weltweit verteilt. Die Gemeinde können sich jedoch vorher für ein oder mehrere Projekte entscheiden.