Kandel
Konrektorin Eva Schlick an Ludwig-Riedinger-Grundschule verabschiedet
Die Bienwaldstadt Kandel spielte im Berufsleben von Eva Schlick eine ganz besondere Rolle. Hier absolvierte sie an der früheren Hauptschule ab 1981 ihr Referendariat. Und hier endet nun mit dem Schuljahr ihre Dienstzeit als Konrektorin der Ludwig-Riedinger-Grundschule. In dieser war sie nicht nur mit Leib und Seele Klassenleiterin in den beiden ersten Klassen, sondern seit mehr als 25 Jahren auch stellvertretende Schulleiterin.
Nach dem Studium an der damaligen EWH in Landau, wo sie sich für die Unterrichtsfächer Deutsch und Biologie entschieden hatte, und nach der Zweiten Staatsprüfung musste sich Eva Schlick wie viele in den 1980er-Jahren nach einer anderen Beschäftigung umsehen. Damals gab es eine „Lehrerschwemme“. Als Erzieherin wirkte sie einige Jahre in einer Einrichtung der Caritas in Herxheim, ihrem heutigen Wohnort. Nach dieser Zeit verschlug es sie an die Siedlungsschule nach Speyer, ehe sie wieder nach Kandel kam.
Grenzen setzen ist harte Arbeit
Die Tätigkeit in der Schulleitung reizte sie jetzt neben ihrer Arbeit als Lehrerin und Erzieherin in den beiden ersten Klassen. Dankbar ist sie ihren früheren Schulleitern: „Bei Dr. Christmann lernte ich gehen, Rektor Bernd Rieder ließ mich dann laufen.“ Gerne erinnert sie sich an die Umgestaltung des Schulhofes und hofft darauf, zur Einweihung der geplanten Mensa Wiedersehen mit ihrer Schule feiern zu dürfen.
Und sie freut sich schon seit langem, wenn sie ehemalige Schüler trifft, die ihren Weg gemacht haben. Nicht immer war das ja vorherzusehen! Das sei für sie eine besonders eindrucksvolle Erfahrung gewesen. Auch in den letzten Wochen, wo sie mit kleinen Gruppen arbeitete, habe das viel Freude bereitet, erzählt die Lehrerin. Gerade in der Corona-Zeit hätten doch viele Eltern gespürt, dass das „Lehrerdasein“ doch nicht so einfach ist. Kinder wünschten sich Erziehung und das Setzen von Grenzen. Das sei zwar harte Arbeit für Eltern und Lehrer, zahle sich später aber umso mehr aus. Das pädagogische Verhältnis sei allerdings durch nichts zu ersetzen, unter Umständen könnten die Medien die Arbeit der Schule unterstützen und ergänzen, meint Eva Schlick. Pläne für den Ruhestand hat sie noch nicht. Der Garten, den sie so liebt, soll zunächst einmal in seiner vollen Blüte genossen werden.