Kreis Germersheim Kommentar: Unbefriedigend!

Das Knittelsheimer Klagen ist nachvollziehbar. Das Handeln der Verwaltung auch – nicht aber das Zeitmanagement des LBM.
Ja, Knittelsheim ist abgehängt, weil Bellheim gesperrt ist. Es geht also nur noch in eine Richtung – nach Offenbach. Für Pendler bedeutet das Zeitverlust, mehr Kilometer, höhere Kosten – neun Monate lang. Das Klagen und die Kritik aus dem Katzendorf ist berechtigt, völlig nachvollziehbar. Zurecht wurde im Rat auch das Zeitmanagement des Landesbetriebs Mobilität kritisiert. Eine zeitgleiche Umleitung in Offenbach – und eine anstehende wegen des Kreisels auf der B 272 ergibt Umleitungen auf einer Umleitungsstrecke? Da kann man sich schon wie in Schilda fühlen. Die Eingabe von Ortsbürgermeister Ulrich Christmann (CDU) bei der Verwaltung war richtig, aber auch geschickt: Den Vorwurf, untätig gewesen zu sein, kann man ihm nun nicht machen. Dass die Verwaltung die Eingabe abgelehnt hat, ist ebenso richtig. Der Fall erinnert an die Sperrung der Neustadter Straße, die Westheim und Lingenfeld verbindet. Die Nutzung des Wirtschaftswegs „Hirschgraben“ als Ausweichstrecke war Fahrern damals auch zurecht untersagt. Auch wenn sich Bürger damals in Westheim wie derzeit in Knittelsheim darüber aufreg(t)en und unkomplizierte Lösungen verlangen: Den kompletten Verkehr über Wirtschaftswege zu führen, die Busse ausnahmsweise nutzen dürfen – das geht nicht. Unfälle wären vorprogrammiert. Und dann geht der Ärger erst so richtig los – vor allem für die Verwaltung. Auch wenn es unbefriedigend ist: Die Knittelsheimer werden sich ihrem Schicksal ergeben müssen. Und wie hat Christmann selbst zugegeben? „Es gibt manchmal Dinge im Leben, die man nicht beeinflussen kann!“
