Kreis Germersheim Kommentar: Sparen

Wenn es selbst in einer Boomregion wie dem Kreis Germersheim keinen Ausweg aus der Schuldenfalle gibt, können sich unsere Kinder auf sehr karge Zeiten gefasst machen.
Schauffele-Gelände, Kunstrasenplätze – war da was? Erstaunlich ruhig ging im Wörther Stadtrat die Diskussion um den Haushalt 2017/18 über die Bühne. Vor allem aber herrschte plötzlich wieder Einigkeit: Keine Partei will, dass die Stadt Wörth in die Schuldenfalle tappt. Das steht ihr aber ab 2018 unweigerlich bevor, wenn alle Projekte in den nächsten zwei Jahren so verwirklicht werden, wie sie derzeit geplant sind. Das heißt: Es werden Abstriche gemacht werden müssen. Die angeblich reiche Stadt Wörth wird also weiter bei den freiwilligen Leistungen sparen, um die Pflichtaufgaben finanzieren zu können. Deshalb haben die Verantwortlichen der Stadt ihren Bürgern gegenüber die Pflicht, immer wieder auf die Belastung durch die immense Schuldenlast des Kreises hinzuweisen. Denn über die Kreisumlage ist auch die Stadt Wörth immer mit im Boot. Und es ist auch richtig, immer wieder den Abbau der Schulden zu fordern. Schließlich ist die Rheinschiene der Südpfalz alles andere als ein Armenhaus. Im Gegenteil: Die Region boomt. Wenn es selbst hier keinen Ausweg mehr aus der Schuldenfalle gibt, dann können sich unsere Kinder auf sehr karge Zeiten gefasst machen.