Kreis Germersheim Kommentar: Entspannt zurücklehnen

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Der Kreis und die Stadt Wörth werden für die Zukunft des Schulsports

eine Lösung finden. Zur Zeit klopfen sie aber noch ihre Positionen fest.

Die Veränderungen sind tiefgreifend: Um auf dem Dorschberg mehr Wohnungen bauen zu können, will Wörth das Stadion an den Baggersee hinter dem Bahnhof verlegen. Davon sind vom Schulzentrum Wörth das Europagymnasium und die Berufsbildende Schule betroffen: Ihr Sportunterricht findet heute im Stadion statt, die neuen Anlagen am Bahnhof wären ihnen zu weit weg. Ein Problem also. Aber auf den ersten Blick ist Wörth fein raus: Für die Sportanlagen der kreiseigenen Schulen ist alleine der Kreis zuständig. Das Schulgesetz verpflichtet die Stadt allerdings, die Grundstücke dafür zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet: Wörth muss die Frage (mit)beantworten, wo die Schulsportanlagen liegen. Eine mögliche Antwort lautet: Falls ein Gelände an der IGS nicht reicht, wäre bei der Berufsbildenden Schule Platz. Der war zwar für eine Schulsporthalle reserviert, aber die musste der Kreis nicht bauen, weil die Schulen die Bienwaldhalle der Stadt nutzen dürfen. Anders als vorgesehen, soll die Bienwaldhalle jetzt nicht abgerissen, sondern saniert werden – statt einer Halle könnten an der Berufsschule also Freiluft-Sportanlagen gebaut werden. Aber es ist noch komplizierter: Wie groß der Bedarf der Schulen an Sportgelände wirklich ist und wie er in Zukunft sein wird – darüber sind sich bis jetzt noch nicht einmal Schulbehörde ADD und Schulleitungen einig. Und zu alledem geht es ums Geld: Die Stadt will mit dem Kreis über seinen Beitrag zur Sanierung der Bienwaldhalle verhandeln. Insgesamt ist also ausreichend Verhandlungsmasse da. Und verhandeln werden Landrat Fritz Brechtel (CDU) und Bürgermeister Dennis Nitsche (SPD) auch irgendwann müssen. Zurzeit sind beide Seiten aber noch damit beschäftigt, ihre eigene Position fest- und sich selbst auf die Brust zu klopfen. Das Publikum kann sich einstweilen entspannt zurücklehnen: Der Kreis hat weder das Recht noch die Handhabe, sich in die Wörther Stadtentwicklungspolitik einzumischen. Und die Schüler, die zurzeit die Wörther Schulen besuchen, müssten schon einige Klassen wiederholen, um die neuen Sportanlagen einweihen zu können. Noch steht das ganze Projekt am Anfang.

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