Kreis Germersheim Kommentar: Eigenes Grab geschaufelt

Placeholder-Image

Die Wörther CDU hat für künftige Sängerheime und Schießstände eine

neue Eckmarke gesetzt: Gut 100 000 Euro pro aktivem Erwachsenen.

Die CDU der Stadt Wörth hat begonnen, sich ihr eigenes Grab zu schaufeln. Es wird mit Kunstrasen bedeckt. Denn mit den Kunstrasenplätzen für Büchelberg und Maximiliansau konnte die CDU zwar dem frischgebackenen SPD-Bürgermeister eines auswischen, der an der vernünftigen Linie seines christdemokratischen Amtsvorgängers festhielt. Aber um welchen Preis! Einmal wird die CDU sich bald mit den Wünschen anderer Vereine auseinandersetzen müssen. Für künftige Sängerheime, Schießstände und Tierzuchtanlagen hat der Büchelberger Kunstrasenplatz eine Eckmarke gesetzt, die ihresgleichen sucht: Gut 100.000 Euro von der Stadt pro aktivem Erwachsenen. Falls die Jugendarbeit der Maßstab sein soll: 13.300 Euro für jedes Vereinsmitglied unter 18. Zum zweiten bremst das Beharren der Maximiliansauer Fußballer auf einem eigenen Kunstrasenplatz das Zusammenwachsen von Wörth und Maximiliansau. Aufzuhalten ist diese Entwicklung aber nicht. Wer sich wie die CDU dagegen stemmt, gehört zu den Verlierern von morgen. Denn baulich werden die beiden Orte in den nächsten Jahrzehnten ineinander übergehen, das zeichnet sich heute schon ab. Und auf Dauer wird nur ein gemeinsamer Fußballverein überleben, das zeigen die Jugend-Spielgemeinschaften schon heute. Die Maximiliansauer haben dann vielleicht das Nachsehen, denn schon in wenigen Jahren wird der Wörther Fußball deutlich attraktiver sein, im neuen Sportzentrum am Schauffele-See, das ist bis jetzt für beide Orte geplant ist. Es sei denn, die CDU torpediert dieses vernünftige Projekt. Dann verliert die ganze Stadt.

x