KNITTELSHEIM
Kindergarten wird umgebaut und größer
Dass mehr Platz in der Einrichtung geschaffen werden muss, steht schon länger fest. Bereits im März hatte der Gemeinderat Knittelsheim einstimmig die Architektenleistungen an das ortsansässige Planungsbüro Haack-Lauerbach vergeben. Der Auftrag: Das Büro soll aufzeigen, wie das Projekt am besten verwirklicht, der Flächenbedarf mit welchem Raumkonzept optimal gedeckt werden kann. Zuvor sollten die Anforderungen mit der Kreisverwaltung abgeklärt werden. Denn: Ortsbürgermeister Ulrich Christmann (CDU) erschien „einiges wachsweich“.
Inzwischen haben Gespräche mit zuständigen Behörden sowie der Kita-Leitung stattgefunden. Hinsichtlich des Flächenbedarfs hat sich dabei das Landesjugendamt (LJA) geäußert: Problem eins: Für die Kita-Leitung, Mitarbeiter-Besprechungen und als Personalraum steht derzeit nur ein Zimmer zur Verfügung. Laut LJA sollte die Kita-Leitung künftig einen 15 Quadratmeter großen, eigenen Büroraum am Eingang der Einrichtung erhalten. Daneben empfiehlt die Behörde einen 23 Quadratmeter großen Personalraum zur Vorbereitung der Mitarbeiter- und Elterngespräche – sowie einen Pausenraum, der mit dem Erste-Hilfe-Raum kombiniert werden kann.
Zweiter Problembereich: die sanitäre Einrichtung. Derzeit sind im Erdgeschoss drei Toiletten, ein Wickelbereich und im Obergeschoss zwei Toiletten vorhanden. Das LJA schlägt sechs Toiletten vor, drei im Erd-, drei im Obergeschoss. Zudem sollten auf beiden Ebenen separierte Wickelbereiche zur Verfügung stehen.
Drittes Problem: Während der erste Gruppenraum (49 Quadratmeter) und der angeschlossene Stillbeschäftigungsraum (23 Quadratmeter) flächenmäßig ausreichen, sind beide Räume im Obergeschoss (32 und elf Quadratmeter) zu klein. Problem vier: Auch der bestehende Turn- und Mehrzweckraum ist mit 36 Quadratmeter zu klein. Der Turnraum sollte künftig mindestens 65 Quadratmeter groß sein – und auch nicht anders genutzt werden.
Weiteres Vorgehen: Die LJA-Empfehlungen fließen nun in einen Vorentwurf ein, der „in einer der nächsten Sitzungen“ vorgestellt wird. Zudem sind für die Planung Fachplaner (Gebäudeausrüstung und Bauphysik) notwendig. Die Verwaltung holt nun Angebote ein, damit der Gemeinderat am 31. Januar die Aufträge vergeben kann. Und wie sieht der Zeitplan aus? 2023 wird geplant – und im Herbst soll die Baugenehmigung für die Sanierung und den Umbau des Bestandsgebäudes sowie dessen Erweiterung beantragt werden. Die Kommune hofft, dass die Genehmigung innerhalb von neun Monaten erteilt wird und die ersten Ausschreibungen im Sommer 2024 erfolgen können. Ziel: das Projekt im September 2025 abschließen. Übrigens: Im Frühjahr 2022 war, wie Ortsbürgermeister Ulrich Christmann (CDU) damals informiert hatte, auch „der Kauf und die Teilnutzung des benachbarten alten Pfarrhauses“ eine Option: „Diese steht nun nicht mehr zur Verfügung.“ Auch die Kosten für den Umbau und die Erweiterung sind noch nebulös: „500.000 Euro“, sagt Christmann auf Nachfrage. Fügt aber gleich an: „Alles Spekulation!“ Eine ebenfalls ungeklärte Frage liegt Christmann besonders schwer im Magen: Wie kann der Kita-Betrieb während der Bauarbeiten sichergestellt werden? „Das ist eine große Herausforderung!“, gesteht er.