Kreis Germersheim Katholische Kirche will Dorf Kita St. Georg übertragen

Die Gemeinde Knittelsheim verhandelt mit dem Bistum Speyer wegen der Übertragung der katholischen Kindertagesstätte St. Georg. Die Kirche beabsichtige das Gebäude und Grundstück für den symbolischen Preis von einem Euro an die Gemeinde abzugeben“, so Ortsbürgermeister Ulrich Christmann (CDU) in der Ratssitzung am Dienstag.
Kitaleiterin Sieglinde Gehrlein sagte, dass derzeit 37 Kinder betreut werden, bis zu 50 Plätze stehen zur Verfügung. Durch das Neubaugebiet stiegen die Anmeldezahlen, wobei die 24 Ganztagsplätze ausgeschöpft seien; es gebe eine Warteliste. „Die Anmeldungen steigen auch, weil der Besuch kostenlos ist und inzwischen ein Rechtsanspruch für Zweijährige besteht“, ergänzte Verbandsbürgermeister Dieter Adam (FWG Adam). Christmann berichtete von einem ersten Gespräch mit Vertretern der Kirche und der Verbandsgemeindeverwaltung. Die Kirche wolle ihren Personal- und Sachkostenzuschuss weiter leisten, und vor einer endgültigen Vereinbarung werde der Gemeinderat beteiligt. Die von der Beigeordneten Annette Götz (ZiK) aufgeworfene Frage, warum die Kirche sich von der Liegenschaft trennen wolle, konnte nicht beantwortet werden. „Ich finde das nicht negativ. Wir brauchen das Gebäude“, so Christmann. Einstimmig beschlossen wurde nach ausführlicher Diskussion, während der energetischen Sanierung des 1972 errichteten Kindergartengebäudes mit der Wärmedämmung der Südfassade und der Kellerdecke zu beginnen. Im Erdgeschoss soll eine Lüftungsanlage eingebaut und später auf das ganze Haus ausgedehnt werden. Die Speicherdecke besitze eine vor 14 Jahren installierte ausreichende Dämmung; deshalb sollen die ursprünglich dafür vorgesehenen Mittel für die Lüftung mit Wärmerückgewinnung verwendet werden. „Wir sollten mit den jetzt verfügbaren 60.000 Euro zunächst machen, was geht“, so Stephanie Gödelmann (FWG). Anita Stadels (FWG) Frage nach dem Zeitpunkt der Amortisierung konnte auch Fachberater Roland Unselt, Landau, nicht beantworten. „Eine verbindliche Berechnung ist wegen vieler Variablen nicht möglich. Aufgrund von Erfahrungswerten kann man davon ausgehen, dass der Wärmeschutz für 30 Jahre hält.“ Der Weg vom Grünabfalllagerplatz in Richtung Bellheim ist mit Fahrrädern nur schlecht befahrbar. Deshalb ist die Idee entstanden, Recyclingmaterial und Splitt für 2700 Euro aufzutragen und mit der Gemeinde Bellheim zu klären, ob sie dies auch auf ihrer Gemarkung tut. Laut Stephanie Gödelmann handelt es sich vor allem um einen von Landwirten genutzten Weg. „Dies ist kein Fahrradweg“, sagte Benedikt Metz (CDU). Einen Grasweg und Wiesengelände zu befestigen, sei unzulässig, so Herbert Metz (CDU). Für Radfahrer gebe es Alternativen, und für die Landwirtschaft reiche die aktuelle Beschaffenheit aus, argumentierte er. Der Rat beschloss einstimmig, vorerst nichts zu unternehmen und erneut zu beraten. (ali)