Kreis Germersheim Karlsruhe: Frachtschiffe kollidieren auf dem Rhein
Aus bislang unbekannter Ursache ist am Montagabend gegen 20.50 Uhr bei Karlsruhe ein Schubverband mit einem Gütermotorschiff, wodurch anschließend der Schubleichter des Schubverbands abgerissen wurde und unkontrolliert rund acht Kilometer zu Tal trieb.
Geisterfahrt endet knapp vor Rheinbrücke
Die alarmierte Karlsruher Wasserschutzpolizei nahm zwei Besatzungsmitglieder des Schubverbandes auf und konnte schließlich zu dem führerlos treibenden Schubleichter aufschließen. Es gelang, die Besatzungsmitglieder bei Rheinkilometer
360,4, mithin etwas mehr als zwei Kilometer oberhalb der Rheinbrücke Wörth-Karlsruhe, auf dem Schubleichter abzusetzen. Mit dem anschließenden Setzen der Anker konnte die unkontrollierte Fahrt beendet werden, so die Polizei.
Wasser dringt in Schubleichter ein
In den durch den Zusammenstoß beschädigten Schubleichter drang Wasser ein, so die Polizei. Ein Sinken des Leichters konnte durch den Einsatz von Pumpen der Feuerwehr Karlsruhe sowie eines Arbeitsbootes des Wasserschifffahrtsamtes Karlsruhe verhindert werden. Die Bergung des Schubleichters soll bei Tageslicht erfolgen.
Rhein zwischen Wörth und Iffezheim dicht
Der Rhein ist zwischen dem Hafen Wörth und der Schleuse Iffezheim für die Schifffahrt gesperrt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt, teilt die Polizei mit. Die Höhe des entstandenen Sachschadens können die Beamten noch nicht beziffern. Die Wasserschutzpolizei Karlsruhe hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.