Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Kandeler „Heimatshoppen-Familie“ zieht positives Fazit

Sarah und Hendrik Krug mit ihren Kindern Jaron (rechts) und Iljan beim Einkaufen in Kandel.
Sarah und Hendrik Krug mit ihren Kindern Jaron (rechts) und Iljan beim Einkaufen in Kandel. Archivfoto: Iversen

Auf den Onlinehandel verzichten und dafür in den Geschäften der Stadt Kandel einkaufen. Familie Krug tat dies drei Monate lang und musste manchmal auch etwas länger nach Produkten Ausschau halten. Doch trotzdem bekamen sie fast alles vor Ort.

Mitte September fanden in der Stadt die von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Pfalz initiierten, Aktionstage „Heimat shoppen“ statt, bei denen der Fokus auf das Einkaufen vor Ort gelegt wurde. Zusätzlich wurde Familie Krug als „Heimatshoppen-Familie“ ausgewählt. Diese berichtete daraufhin per Instagram-Account über ihre Einkäufe bis Weihnachten. Etliche Instagram-Stories sowie über 60 Bilder postete die Familie und zeigte damit, was man in Kandel alles kaufen kann. Doch nicht nur über Einkäufe wurde berichtet. Dazu kamen noch Weihnachtsfeiern, Restaurantbesuche oder Abende wie „Kandel erleben“, die das vielfältige Leben in der Stadt aufzeigen.

Von vielen angesprochen worden

Bei den Menschen in ihrem Umfeld kamen sie als „Heimatshoppen-Familie“ sehr gut an, wie Sarah Krug zu berichten weiß: „Wir bekamen durchweg positives Feedback, egal mit wem man in Kontakt kam.“ So wurden sie von Eltern beim Turnen, beim Handball oder anderen Veranstaltungen immer mal wieder angesprochen. Die Frage, die der Familie am meisten gestellt wurde, lautete, ob es schwierig ist, als „Heimatshoppen-Familie“ zu leben. Für die Krugs war es nicht besonders schwierig. „Jedoch musste man ein paar Geschäfte abklappern, und wir haben mehr Zeit investiert und uns Gedanken gemacht“, blickt Sarah Krug zurück. Bis auf wenige Ausnahmen wie Sojasprossen oder Winterartikel für ihre Söhne Jaron und Iljan, war das Einkaufsangebot in Kandel hinreichend. Und es fanden sich Lösungen: So war in der Stadt eine Schneehose für Sohn Iljan nicht zu bekommen, da die Nachfrage im Sportgeschäft zurückgegangen und der Artikel deshalb aus dem Sortiment genommen worden war. Schließlich griff die Familie auf den Bekanntenkreis zurück und bekam die Schneehose von einer befreundeten Mama.

Leute zum Nachdenken anregen

Alles andere, von Batterien bis Schreibwaren, konnte die Familie aber in ihrer Heimatstadt kaufen und somit auf den Onlinehandel verzichten. Mit der Aktion hofft die Familie zu verdeutlichen, dass lokales Einkaufen möglich ist. „Die Leute in unserem Umfeld wurden zum Nachdenken angeregt und wir hoffen, dass es geholfen hat Menschen zu sensibilisieren“, so Hendrik Krug.

Heimatshoppen weitgehend beibehalten

Mit dem Ablaufen der Aktion werden die Krugs ihr Kaufverhalten jetzt aber nicht grundlegend verändern: „Wir kaufen auch weiterhin lokal“, macht Sarah Krug deutlich. Nur das Posten auf Instagram werden sie jedoch etwas zurückfahren, da dies auch immer etwas Arbeit mit sich zog. „Wir machen das jetzt nach Lust und Laune“, fügt Hendrik Krug hinzu.

Info

Heimatshoppen ist eine bundesweite Aktion. In der Südpfalz beteiligten sich neben Kandel Germersheim sowie Landau, Bad Bergzabern und Herxheim daran.

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