Kreis Germersheim Kandel: Anbau für Bienwaldhalle löst Brandschutzproblem
Der Brandschutz und die Bienwaldhalle – das geht schon seit einiger Zeit nicht mehr zusammen. Immer wieder muss bei Großveranstaltungen improvisiert werden, die Kandeler Narren der Bikage werden wohl zu ihrer Jubiläumsgala nach Wörth ausweichen. Nun soll Schluss sein mit Rechenspielen und kleineren Nachrüstungen: Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung eine Änderung des Bebauungsplans auf den Weg gebracht. Ein größerer Anbau soll die Probleme lösen.
Egal, ob Markt der Berufe der Integrierten Gesamtschule, Prunksitzungen der Bikage oder Bienwaldmarathon: Wegen der Brandschutzprobleme in der Halle waren die Planungen zu einem bürokratischen Hürdenlauf geworden. Die ebenfalls im Gebäude befindliche Sporthalle durfte seit geraumer Zeit nur noch ausschließlich für Sport genutzt werden. Ein weißes Zelt auf dem Parkplatz diente deshalb als Ausweichquartier, zum Beispiel für Präsentationen am Berufsbildungstag.
Auch Erweiterung des Foyers geplant
Abhilfe soll jetzt ein Erweiterungsbau schaffen, der wie ein Riegel vor dem Halleneingang liegen soll. Auch das Foyer soll erweitert werden. Da sich inzwischen auch die Vorschriften hinsichtlich der Anzahl der Toiletten verändert haben, sollen auch Sanitärräume dazu kommen. In einer ersten Kostenschätzung ist von 1,31 Millionen Euro die Rede, davon entfallen 980.000 Euro auf den Bau selbst und 40.000 Euro auf die Erschließung. Brandschutzexperten seien direkt in die Planung für das Gebäude eingebunden, sagte Bauamtsleiter Ralf Wagner auf Anfrage der RHEINPFALZ.
Bebauungsplan der Realität anpassen
Auf dem bisherigen Bebauungsplan „Sportgelände Mittelkandeler Krautgärten“ war unter anderem noch ein Kreisel eingezeichnet, der nie gebaut wurde. Der Planer empfiehlt deshalb, den Bebauungsplan der Realität anzupassen. Im neuen Plan stehen 4.200 Quadratmeter für die Bienwaldhalle, 6.500 Quadratmeter für die Parkplätze, 3.500 Quadratmeter für das Fußballfeld und 2.500 Quadratmeter für die BMX-Strecke. Nördlich der Halle wird zudem der Parkplatz um die für die Hallengröße erforderlichen Stellplätze erweitert. Der geänderte Bebauungsplan soll möglichst frühzeitig öffentlich ausgelegt werden. Das hat der Stadtrat beschlossen.