Kreis Germersheim Künftig mehr Kita-Plätze nötig
Wörth boomt und mit dem Zuzug von Neubürgern steigt auch der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder. Dabei klingt das Angebot an vorhandenen Einrichtungen erst einmal gar nicht so schlecht: Fünf gibt es aktuell in Wörth und drei in Maximiliansau. Dazu kommt die Kita St. Leo in Schaidt, in der 95 Plätze zur Verfügung stehen, die Kita St. Laurentius in Büchelberg mit 46 und der Hort „Hand-in-Hand“ in Wörth mit 21 Plätzen.
Die Verwaltung beschäftigt sich schon länger mit dem steigenden Kitaplatz-Bedarf. So ist in einer Zusammenstellung vom August 2018 zu lesen, dass im Ortsbezirk Wörth von 377 Plätzen 329 belegt sind. Der Bedarf im kommenden Jahr wird allerdings voraussichtlich auf 408 Plätze steigen, sodass bislang 31 Familien auf der Warteliste standen. Im November wurden im Friedenskindergarten zwei zusätzliche altersgemischte Gruppen eingerichtet, der Bedarf ist somit derzeit gedeckt. Um jedoch eine dauerhafte Lösung zu finden, wird im Baugebiet „Abtswald Teil C“ eine ganz neue Kita gebaut (wir berichteten). Der Baubeginn ist voraussichtlich im Herbst 2019, sodass die Einrichtung Ende 2020 ihre Türen für die Kinder öffnen kann. Auch durch die Bauprojekte in der Keltenstraße ist mit weiteren Kindern zu rechnen. Außer dem Neubau, der etwa 100 Plätze haben soll, wird auch die Kita Amadeus um zwei bis vier Gruppen erweitert. Bis es so weit ist, kann es jedoch noch etwas dauern. Denn zunächst sind für die Untersuchung der Erweiterung erst einmal Gelder im Haushalt vorgesehen, ebenso für die Hermann-Quack-Kita und die Villa Regenbogen. Auch in diesen Einrichtungen könnten kurzfristig weitere Plätze geschaffen werden. Im Ortsbezirk Maximiliansau waren im Sommer von 291 Plätzen 230 belegt. Die Verwaltung rechnet mit einem Bedarf von 311 Plätzen im kommenden Jahr. Zehn zusätzliche Plätze können durch die Umwandlung einer altersgemischten Gruppe in eine geöffnete Gruppe in der Kita „Martin Luther King“ geschaffen werden. In eine geöffnete Kindergartengruppe können bis zu 25 Kinder und davon bis zu sechs Kinder unter drei Jahren gehen. Im Gegensatz dazu hat eine altersgemischte Gruppe nur 15 Plätze, von denen bis zu sieben mit Kindern unter drei Jahren belegt werden dürfen. So sind rein theoretisch derzeit alle Kinder untergebracht. Langfristig müssen weitere Betreuungsplätze im Ort geschaffen werden, denn alleine durch das Großprojekt am Dorschberg rechnet die Verwaltung mit weiteren 276 Plätzen, die künftig benötigt werden. Dennoch wenden sich immer wieder Familien an das Familienbüro in Wörth, dessen Träger der Internationale Bund (IB) ist. Denn es hat zwar jedes Kind ab zwei Jahren einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz, allerdings wird mancher erst frei, wenn das Kind zwei Jahre und ein paar Monate alt ist. Um diese Zeit zu überbrücken oder auch, wenn die Eltern schon früher wieder arbeiten wollen, vermittelt das Familienbüro dann den Kontakt zu Tagesmüttern, wie Olga Schrejder vom Familienbüro informiert. In Wörth und Maximiliansau seien es etwa vier oder fünf Tagesmütter. Falls für die Betreuung finanzielle Unterstützung notwendig ist, kann die Familie einen Antrag auf Kostenübernahme der Kindertagespflege beim Jugendamt stellen. Info Jeden Mittwoch von 9.30 Uhr bis 12 Uhr findet ein Café im Mehrgenerationenhaus für Eltern und Kinder bis drei Jahre statt. Die Veranstalter sind der IB in Kooperation mit dem Caritas-Zentrum Germersheim.