Kreis Germersheim „Kätzle“ sind nicht kriminell geworden

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Die Polizei Germersheim wird derzeit von sehr vielen Orts- und Verbandsgemeinden „gebucht“. Die wollen nämlich wissen, ob sie viele Bösewichte beherbergen – und wie oft es „gekracht“ hat, also die Kriminalitäts- und Unfallstatistik aus dem Jahr 2016 präsentiert bekommen. Polizeikommissarin Michaela Mack hat die Zahlen für Knittelsheim bei der Ratssitzung am Dienstag erläutert.

Während die Straftaten im gesamten Dienstbezirk auf 4196 (2015: 3887) und in der Verbandsgemeinde (VG) Bellheim auf 692 (611) gestiegen sind, haben sie sich in Knittelsheim fast verdoppelt – von 16 auf 30. Ist das Dorf im vergangenen Jahr also kriminell geworden? Mack beruhigt und erklärt, dass die Zahl der Straftaten im Kätzeldorf sehr klein sei und sich deshalb auch schnell verdoppeln könne. Zum Vergleich: 2012 gab es 35 Straftaten, 2013 22 und 2014 25. Mack betont, dass es keinen bestimmten Bereich gebe, in dem die Straftaten besonders gestiegen seien. Unter anderem habe sich die Zahl der Diebstähle von fünf auf acht, die der schweren Diebstähle von drei auf acht und die der „Rohheitsdelikte“ – dazu zählen Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung – von fünf auf neun erhöht. Auch was Unfälle betrifft, ist Knittelsheim unauffällig: Von 1902 Unfällen im Dienstbezirk entfielen 254 (252) auf die VG Bellheim, 16 (14) davon auf Knittelsheim. Dabei habe es einen Leichtverletzten gegeben. Betroffen war laut Mack hauptsächlich die Hauptstraße. Erfreulich: „Es gab keinen Unfall unter Alkoholeinfluss.“ Bei drei Geschwindigkeitskontrollen im März 2017 seien 184 Fahrzeuge gemessen, 42 beanstandet worden. Uwe Becker, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion, freute sich über das große Interesse der Kommunen an den Zahlen. Er und Mack riefen Bürger auf, Verdächtiges zu melden, lieber einmal mehr als einmal zu wenig anzurufen: „Sie sind für mich die Multiplikatoren“, betonte Becker. „Unheimlich super“ fand er, dass das Bürgerforum in Ottersheim zum Thema Einbrüche von rund 100 Bürgern, darunter viele Knittelsheimer, besucht gewesen sei: „Die Bürger haben sich informiert. Wir sind ins Gespräch gekommen.“ Übrigens: Seit Montag „twittert“ die Polizei und hatte am Dienstag schon 192 „Follower“: „Der digitale Weg macht auch vor der Polizei nicht halt“, so Becker. Info twitter.com/Polizei_GER www.polizei.rlp.de

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